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Full text: Metall-Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 15

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Gruppe VII. Metall - Industrie. 
halb des Luftraums vorgenommen werden. Es lässt sich erwarten, dass 
solche Apparate viel Staub undRuss in die Wohnräume senden werden. 
Weibel, Briquet & Co. in Genf hatten eine sehr originelle 
Construction eines grossen Caloriferen ausgestellt. Derselbe besteht 
aus einem 2 m hohen, je 1'3 m breiten und tiefen Kasten aus stark 
cannelirtem Blech (die Ausbuchtungen sind etwa 10 cm tief bei 10 cm 
Abstand); bloss die Bodenfläche ist glatt. Dahinein ist die Feuerung 
isolirt von den Wänden aufgemauert, die Mauer ist etwa 90 cm lang, 
ebenso hoch und 65 cm breit, der Abstand von den Wänden beträgt 
17 cm, vom Boden für den Aschenkasten 32 cm. Von der Decke bleibt 
die Mauerwand 50 cm abstehen. Das Feuer steigt zwischen den Mauer 
wänden aufwärts, verbreitet sich in dem Kasten und zieht zwischen 
Mauer und Blechwand abwärts, um hinten durch zwei Oeflhtmgen in 
ein einziges Rauchrohr zu entweichen. Der Apparat steht unten frei, 
so dass auch die Bodenfläche als Heizfläche wirkt. Die Reinigung 
erfolgt durch Einsteigen in das Innere. Es lässt sich erwarten, dass 
dieser Apparat nie übermässig heiss oder glühend wird, da sich die 
Feuergase in einem grossen Raum sofort vertheilen und glühende Koh 
len nicht an das Eisen gelangen. Ob die Verbindung der Blechstücke 
auf die Dauer hinreichend dicht bleibt, um keinen Rauch entweichen 
zu lassen, was in anderen Fällen nicht gelungen ist, lässt sich nicht 
voraussehen. Ebenso lässt sich über den Nutzeffect nichts Bestimmtes 
sagen. Der Kasten wird muthmaasslich in ziemlich gleicher Hitze 
stehen und dann dürften die Feuergase wohl noch mit hoher Tempe 
ratur abziehen. Die Heizfläche des Apparats ist übrigens 33 qm, somit 
beträchtlich. 
Boutier & C o. in Lyon hatten zwei circa 1'2 m hohe in einem 
Stück gegossene Rippenöfen mit Füllthür oben als Centralfüllöfen 
ausgestellt; dieselben besitzen über dem Rost noch eine Thür zum 
Schüren und Herausnehmen der Schlacken. Unten ist eine Rinne 
angebracht, in welcher Wasser verdampft. Die Anordnung ist im Gan 
zen die gleiche, wie sie in Paris 1867 als englisches System Gurney 
bekannt geworden ist. 
Endlich ist noch eines Caloriferen von F. San Galli in St. Peters 
burg Erwähnung zu thun. Bei demselben erheben sich über der Feue 
rung viel' nebeneinander stehende etwa meterhohe Rohre, die mit zahl 
reichen dünnen und breiten Rippen versehen sind. Der Guss an die 
sen Rippenröhren war bemerkenswerth fein. 
Die ausgestellten Caloriferen haben, wie sich aus der kurzen 
Schilderung ergiebt, der Mehrzahl nach die Anordnung mit einander 
gemein, dass von dem Feuerherd die Gase in einem weiten Schacht 
erst aufwärts ziehen, um dann in einem Röhrensystem niederzugehen 
und unten in das Rauchrohr zu treten. Diese Anordnung ist wohl im 
Allgemeinen auch die angemessenste, da man dabei viel Heizfläche bei
	        
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