Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Metall-Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 15

309

Section  II.  Eisen-  und  Stahlwaaren.
kleiner  Höhe  des  Apparats  und  in  verhältnissmässig  kleinem  Raume
gewinnt,  beim  Niedersinken  die  heissen  Gase  sich  in  den  Röhren  sehr
gleichmässig  vertheilen  und  sieh  allmälig  abkühlend  der  aufströmenden ­
  kalten  Luft  entgegenziehen.
Wasser-  und  Dampfheizungen.  Wir  haben  hier  zuerst  zu
nennen:  Gebr.  Sulzer  in  Winterthur.  Dieselben  führen  eine  combinirte
  Dampfwasserheizung  aus.  Der  Dampfkessel  ist  im  Souterrain
aufgestellt,  der  erzeugte  Dampf  zieht  erst  aufwärts  bis  zum  Speicher
und  dann  auf  demselben  in  einer  horizontalen  Röhre  bis  über  alle  die
zu  heizenden  Räume;  einzelne  Röhrenstränge  schliessen  sich  hier  nach
abwärts  an,  in  diesen  gelangt  der  Dampf  immer  niederströmend  nach
den  Wohnräumen,  wo  er  in  besonderen  Oefen  seine  Wärme  abgiebt.
Das  Condensationswasser  fliesst  in  der  niedersteigenden  Röhre  in
den  Kessel  zurück.  Durch  diese  Anordnung  ist  ein  Gegenströmen  von
Dampf  und  Condensationswasser  und  damit  häufig  verbundenes  stossartiges
  Geräusch  vermieden.  Gebr.  Sulzer  hatten  ihre  verschiedenen
Formen  von  Heizöfen  zur  Ausstellung  gebracht.  Der  gewöhnliche
Zimmerofen  ist  ein  Cylinder,  der  von  unten  und  oben  Dampfeinströmung ­
  besitzt;  er  füllt  sich  zur  Hälfte  mit  Condensationswasser  und
dann  fliesst  dasselbe  ah.  Der  Cylinder  ist  somit  zur  oberen  Hälfte
Dampfofen,  zur  unteren  Hälfte  Wasserofen.
Es  bezweckt  diese  Anordnung  eine  Nachwirkung  zu  erhalten,  wenn
das  Feuer  unter  dem  Kessel  erloschen  ist.  Die  grösseren  Cylinder  sind
mit  einem  Luftrohr  durchsetzt,  das  unten  entwedei  mit  der  Stubenluft
frei  in  Verbindung  ist  oder  behufs  Ventilation  mit  der  äusseren  Luft
communicirt.  Die  zweite  Form  Oefen  sind  niedriger,  haben  ungefähr
.  die  Form  einer  Kommode  und  werden  als  Wandöfen  bezeichnet,  die
dritte  Form  endlich  sind  einfache  Säulen,  mehr  oder  weniger  decorirt,
zum  Heizen  von  Vorplätzen,  Fabriklocalen  etc.  Die  zahlreichen,  an  die
Tausend  reichenden  von  Gebr.  Sulzer  ausgeführten  Heizanlagen,
welche  in  ihrem  Prospeet  namhaft  gemacht  sind,  dienen  als  Beleg,  wie
sehr  sich  dieses  System  in  der  Praxis  bewährt  hat.
R.  0.  M  e  y  e  r  in  Hamburg  brachte  einen  aus  zwei  Schlangen  bestehenden ­
  Wasserofen  für  Hochdruck  zur  Anschauung  mit  gemeinsamer ­
  Feuerung,  das  Feuer  zur  Hälfte  eine  jede  Schlange  umspülend.
Die  Actiengesellschaft  Neptun  in  Wien  hatte  gleichfalls  eine  Hochdruckwasserheizung ­
  vorgeführt;  die  Feuerung  liegt  hier  inmitten  des
Schlangenrohrs,  letzteres  bildet  gewissermaassen  die  V  and,  ferner  hatte
dieselbe  Firma  auch  einen  Röhrenkessel  für  Niederdruckheizung  ausgestellt ­
  ;  endlich  noch  eine  Anzahl  Wasseröfen,  grosse  Blechsäulen  mit
hübschem  Lackanstrich.  Die  Berliner  Actien-Gesellschaft  füi
Centralheizung«-,  Wasser-  und  Gasanlagen,  vormals  Schäfer
&  Walker  in  Berlin,  zeigte  zwei  hohe,  senkrechte  Cylinderkessel  für
Niederdruckwasserheizung  mit  innerem  Feuerrohr.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.