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Section II. Eisen- und Stahlwaaren.
kleiner Höhe des Apparats und in verhältnissmässig kleinem Raume
gewinnt, beim Niedersinken die heissen Gase sich in den Röhren sehr
gleichmässig vertheilen und sieh allmälig abkühlend der aufströmenden
kalten Luft entgegenziehen.
Wasser- und Dampfheizungen. Wir haben hier zuerst zu
nennen: Gebr. Sulzer in Winterthur. Dieselben führen eine combinirte
Dampfwasserheizung aus. Der Dampfkessel ist im Souterrain
aufgestellt, der erzeugte Dampf zieht erst aufwärts bis zum Speicher
und dann auf demselben in einer horizontalen Röhre bis über alle die
zu heizenden Räume; einzelne Röhrenstränge schliessen sich hier nach
abwärts an, in diesen gelangt der Dampf immer niederströmend nach
den Wohnräumen, wo er in besonderen Oefen seine Wärme abgiebt.
Das Condensationswasser fliesst in der niedersteigenden Röhre in
den Kessel zurück. Durch diese Anordnung ist ein Gegenströmen von
Dampf und Condensationswasser und damit häufig verbundenes stossartiges
Geräusch vermieden. Gebr. Sulzer hatten ihre verschiedenen
Formen von Heizöfen zur Ausstellung gebracht. Der gewöhnliche
Zimmerofen ist ein Cylinder, der von unten und oben Dampfeinströmung
besitzt; er füllt sich zur Hälfte mit Condensationswasser und
dann fliesst dasselbe ah. Der Cylinder ist somit zur oberen Hälfte
Dampfofen, zur unteren Hälfte Wasserofen.
Es bezweckt diese Anordnung eine Nachwirkung zu erhalten, wenn
das Feuer unter dem Kessel erloschen ist. Die grösseren Cylinder sind
mit einem Luftrohr durchsetzt, das unten entwedei mit der Stubenluft
frei in Verbindung ist oder behufs Ventilation mit der äusseren Luft
communicirt. Die zweite Form Oefen sind niedriger, haben ungefähr
. die Form einer Kommode und werden als Wandöfen bezeichnet, die
dritte Form endlich sind einfache Säulen, mehr oder weniger decorirt,
zum Heizen von Vorplätzen, Fabriklocalen etc. Die zahlreichen, an die
Tausend reichenden von Gebr. Sulzer ausgeführten Heizanlagen,
welche in ihrem Prospeet namhaft gemacht sind, dienen als Beleg, wie
sehr sich dieses System in der Praxis bewährt hat.
R. 0. M e y e r in Hamburg brachte einen aus zwei Schlangen bestehenden
Wasserofen für Hochdruck zur Anschauung mit gemeinsamer
Feuerung, das Feuer zur Hälfte eine jede Schlange umspülend.
Die Actiengesellschaft Neptun in Wien hatte gleichfalls eine Hochdruckwasserheizung
vorgeführt; die Feuerung liegt hier inmitten des
Schlangenrohrs, letzteres bildet gewissermaassen die V and, ferner hatte
dieselbe Firma auch einen Röhrenkessel für Niederdruckheizung ausgestellt
; endlich noch eine Anzahl Wasseröfen, grosse Blechsäulen mit
hübschem Lackanstrich. Die Berliner Actien-Gesellschaft füi
Centralheizung«-, Wasser- und Gasanlagen, vormals Schäfer
& Walker in Berlin, zeigte zwei hohe, senkrechte Cylinderkessel für
Niederdruckwasserheizung mit innerem Feuerrohr.