Section II. Eisen- und Stahlwaaren.
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den Aufenthalt in nächster Nähe unbehaglich zu machen, suchte man
bald durch Schirme oder vielmehr ringsum geschlossene Mäntel abzuhelfen.
Die Mäntel erfüllen nur dann ihren Zweck vollkommen, wenn sie
unten und oben offen sind und dann noch um so mehr je weiter sie sind.
Auf manchen Bahnen wurden die in den Wagen dritter Classe aufgestellten
Oefen mit bis zum Boden herabgehenden nur oben offenen
Mänteln versehen, die übrigens sehr weit sind. Dieselben können nur
ungenügend wirken, da in ihnen keine Luftströmung sich bilden kann;
die dazwischen befindliche Luft geht zwar auch in die Hohe,
aber nur verhältnissmässig langsam durch Diffusion, indem kalte
Luft von oben dazwischen niedersinkt. Der Mantel würde stärker
abgekühlt werden, wenn er etwa 10 cm vom Boden endigte. Ausser
dass man nun einfache eiserne Oefen für gewöhnlichen Stemkohlenbraud
verwendete, bediente man sich auch der Füllöfen. DerMeidinger sehe
Füllofen in einer besondern niedrigen Ausführung wurde mehrfach als
ein ganz geeigneter Waggonofjm gefunden. Ein recht zweckmassig
eingerichteter Waggonofen war von Lilpop, Rau & Co. in Warschau
zur Ausstellung eingesendet worden. Derselbe bestand aus einem mit
breiten Rippen versehenen Cylinder, der von einem ziemlich abstehenden
unten und oben offenen Mantel umgeben war. Das Rauchrohr stieg
von dem Deckel des Cylinders gerade in die Höhe, so dass sich also
kein Knie vorfand. Die Feuerthür befand sich in der Mitte des Lylinders
der Rost etwas schachtförmig vertieft, so dass eine grossere, für
mehrere Stunden reichende Menge Kohlen oder Koks eingeführt werden
konnte. Der Guss des Ofens war bemerkenswerth schon. .
Weitere Versuche wurden inzwischen gemacht, durch Anbringung
des Feuerkastens unter dem Fussboden eine gleichförmigere Erwärmung,
verbunden zugleich mit Ventilation, zu erzielen
Da hierüber jedoch bis jetzt nichts in die Oeffenthchkeit gelangt
ist, kann hier nicht näher auf die Einrichtung eingegangen werden.
Die unseres Wissens von Berghausen in Coln gemachte Erfindung
der chemischen Glühkohle (präparirt aus Holzkohlenpulver, Salpeter
und Gummi als Bindemittel), welche die Eigenschaft besitzt an einer
Spitze angezündet, langsam fortzuglimmen, erwies sich als treffliches
Hilfsmittel der Waggonheizung und sind auf verschiedenen Bahnen
Versuche mit dieser Heizung im Gange. Hierbei wird m ein kupfernes
Rohr unter den Sitzbänken ein Stück angezündeter Kohle von aussen
eingeschoben; das Rohr setzt sich am einen Ende in ein kleines
über Dach führendes Röhrchen zum Abziehen der Verbrennungsgase
fort; je nachdem man das Luftzuführungsrohr mehr oder weniger
schliesst, brennt die Kohle verschieden rasch ab und lasst sich die
Temperatur im Coupe reguliren. Indem die Hitze hierbei von unten
kommt, wird die Erwärmung des Raumes eine sehr gleichförmige. Leider
steht der hohe Preis der Kohle, 12 bis 15 Rmk. pr.Centner, einer