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Full text: Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 16

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Gruppe III. Chemische Industrie. 
Mangansuperoxycles, zu erreichen. Verbessert, wenn auch nicht für die 
Technik verwendbar, wurde die Methode durch Cie mm 1 ), welcher dem 
kohlensauren Kalk Magnesiumcarbonat substituirte. Aus dem durch 
Zersetzung des Manganchlorürs entstehenden Magnesiumchlorid machte 
er durch überhitzten Wasserdampf wieder Salzsäure frei, welche zur 
Chlorbereitung dienen konnte, während die gleichzeitig gebildete Mag 
nesia wiederum zur Fällung der Manganlaugen verwendbar war. Diese 
Methode gestattete also auch das mit dem Mangan verbundene Chlor 
zu regenerireu, welches in dem ursprünglichen Dunlop’schen Ver 
fahren als fast werthloses Chlorcalcium verloren geht. — Ein unter 
Umständen sehr zweckmässiges Verfahren, das Mangansuperoxyd zu 
regeneriren, dessen Anwendbarkeit durch Einführung in der Fabrik zu 
Dieuze und einigen deutschen Etablissements constatirt worden ist, 
rührt von P. W. Hofmann her. Dasselbe verbindet die Regeneration 
des Mangansuperoxyds in erfolgreicher Weise mit der des Schwefels 2 ). 
Hof mann fällt die Manganlauge durch die gelben Calciumpolysulfide, 
welche man durch Auslaugen von Sodarückständen erhält, die längere Zeit 
an der Luft gelegen haben. Das hierdurch entstehende Mangansulfid, wel 
ches bis 57'5 p.C. Schwefel enthält, wird verbrannt, wodurch ein Theil 
des Schwefels als schweflige Säure für die Schwefelsäuredarstellung wieder 
gewonnen wird. Der Rückstand wird mit Chilisalpeter (1 Mol. auf 1 At. 
Mangan im Rückstand) erhitzt und dadurch in ein höheres Oxyd des 
Mangans übergeführt, welches als 55procentiger Braunstein in die Chlor 
entwickler wandert. Gleichzeitig treten Stickstoffoxyde auf, die mit 
Hilfe von Wasser und Luft wiederum als Salpetersäure condensirt 
werden können. Das so gewonnene Superoxyd verbraucht zwar 2 bis 
3 p.C. Salzsäure mehr als natürlicher Braunstein, löst sich jedoch weit 
leichter als dieser auf. 
Mit Uebergehung anderer, den gleichen Zweck verfolgender Ver 
suche mag hier als Curiosum einer derselben Erwähnung finden, welcher 
wenigstens constatirt, wie rege das Bestreben, Braunstein zu regeneriren, 
zeitweise gewesen ist. Esquiron und Gouin machen nämlich den 
geistreichen Vorschlag, die Manganrückstände durch Chlorkalk für 
die Chlorgewinnung wieder zu beleben. 
Regeneration des Mangansuperoxyds nach Weldon. 
Jn der neuesten Zeit endlich ist es mit durchgreifendem Erfolge 
W. Weldon gelungen, das von so Vielen lange angestrebte Ziel zu er 
reichen. Bereits C. Binks und J. Macqueen 3 ) suchten das Mangan- 
chlorür wieder zu beleben, indem sie es durch die zur Zersetzung 
J ) Clemm, Dingl. pol. J. CLXXIII, 128. 2 ) Vergl. auch in einem 
späteren Theile dieses Berichtes den Aufsatz über Verwerthung der Soda 
rückstände, von Dr, F. Tiemann. 3 ) Technologiste, 1862, Septemb., 27; 
Wagn. Jahresber. 1862, 237.
	        
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