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MAK

Full text : Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 16

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Gruppe  III.  Chemische  Industrie.

Die  ersten,  dieses  Ziel  anstrebenden  Versuche,  sind  von  Tellier
und  Fl  an  drin  x )  angestellt  worden.  Im  Anschluss  an  diese  Versuche
hat  später  Tellier  das  Ammoniak  den  mannigfaltigsten  Verwenungen
  in  der  Technik  dienstbar  zu  machen  gesucht,  ohne  jedoch  zu
durchschlagenden  Erfolgen  zu  gelangen,  was  theilweise  wohl  auch  dem
Umstande  zuzuschreiben  sein  mag,  dass  sich  der  Handelswerth  des
Ammoniaks  in  den  letzten  Jahren  so  sehr  gesteigert  hat.
w  Tel ]i er  hat  seine  Vorschläge  gesammelt  und  in  einem  besonderen
Werke:  L  ammoniaque  dans  Industrie,  Paris,  J.  Rothschild  1867
niedergelegt.  Auch  Delaporte*)  hat  sich  für  Frankreich  eine’
Ammoniakgasmaschine  patentiren  lassen  3 ).
Noch  mögen  hier  schliesslich  einige  Vorschläge  kurz  erwähnt
betrefen We  Che  ^  DarStellung  verschied ener  Ammoniumverbindungen
Bekanntlich  wird  das  Ammoniak  nicht  nur  von  Säuren,  sondern
auch  von  vielen  Salzen  fixirt,  welche  in  diesem  Falle  dem  Ammoniak
gegenüber  die  Rolle  einer  Säure  spielen.  Diese  Verbindungen  über
welche  zahlreiche  Versuche  von  H.  Rose,  Persoz  und  Rammeisberg ­
  vorliegen,  entlassen  das  Ammoniak  beim  Erwärmen,  eine  Eigenschaft, ­
  welche  im  Laboratorium  vielfach  für  die  Darstellung  des  verflüssigten ­
  Ammoniaks  verwertet  worden  ist.  Neuerdings  hat  Knab  D  den
Vorschlag  gemacht,  derartige  Salzverbindungen  des  Ammoniaks  industriell ­
  zu  gewinnen,  um  das  Gas  in  dieser  Form  zu  magiziniren.  Dieselben ­
  würden  alsdann  nur  gelinde  erhitzt  zu  werden  brauchen,  um
alsbald  einen  Strom  von  trocknem  Ammoniakgas  zu  liefern  Chlorcalcium ­
  könne  auf  diese  Weise  50  p.C.  seines  Gewichtes  an  Ammoniak
aufnehmen,  während  starker  Salmiakgeist  nur  20  p.C.  Ammoniak  enthalte. ­
  Lotete«  Angabe  ist  jedenfalls  ein  Irrthum,  da  Wasser  selbst
bei  15  mehr  als  30  p.C.  seines  Gewichtes  an  Ammoniak  aufzunehmen
im  Stande  ist.
Das  für  analytische  Zwecke  so  vielfach  verwendete  Schwefelammonium ­
  ist  bisher  fast  nur  durch  Einleiten  von  Schwefelwasserstoff
in  kaustisches  Ammoniak  bereitet  worden.  Fabrikmässig  wird  diese
Substanz  von  Spence 5 )  gewonnen,  indem  er  Ammoniumsulfat  oder

Compt.rend.LX,  59;  Monit.  scientif.  1865,
134,  Dmgl  pol.  J.  CLXXVI,  163,  Deutsche  Industriezeit.  1865,  126;  Wagn.
Jo"!  CLXXvil  423  ) 3? T elap0rte ’  <Mnieindu.tr.  AofttlSM,  63;’  Ding!,
pol.  J.  CLXXVII,  423.  3)  Lamm  in  New-Orleans  soll  (nach  Engineer  1872
Jam-Heft)  eine  Ammoniakmaschine  construirt  haben,  die  für  Strassen  bahnen
in  New-Orleans  praktisch  erprobt  sein  soll;  die  Hauptschwierigkeit  bei  derartigen ­
  Motoren:  der  Ammoniakverlust,  ist  hierbei  durch  Anwendung  von
Oelverschluss  bei  den  Stopfbüchsen  fast  gehoben.  4)  Knab  ’L
1866 S  205 6 ’  ??■  192;  M eU n C w  Industriezeit -  1866  •  178;  Wagn.  Jahresber!
äSi'r“'..  No, ' 1M6 ’  so,:  Din K 1 -P° l -CLXsxin,
            
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