Die Schwefelkohlenstoffindustrie.
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verdampfende Schwefel verbindet sich, die glühende Kohle von unten
„ach oben durchstreichend, mit Kohlenstoff und wird im Kuhlapparat
zu flüssigem Schwefelkohlenstoff verdichtet. Der Betrieb ist con inui
lieh- das Zuschütten des Schwefels findet ungefähr alle 10 Minuten
statt, das der Kohle alle 12 bis 24 Stunden. .
Kur Deiss 1 ) hat 1861 durch Anbringen eines Rostes, aut
etwa V* der Höhe, in der Retorte unten einen freien Raum geschaffen
zur Ansammlung der Rückstände von Kohle und Schwefel, ähnlich
dem Aschenraume eines gewöhnlichen Ofens.
Der grösste Uebelstand bei der Fabrikation ist das so oft nothig
werdende gänzliche Entleeren der Retorte, um die Rückstände von
Kohle und Schwefel zu entfernen. Dies ist nicht nur eine sehr unangenehme
Arbeit, bei welcher die Arbeiter sehr der Hitze und den
Dämpfen des brennenden Schwefelkohlenstoffs ausgesetzt sind, sondern
verursacht auch erheblichen Material- und Zeitverlust.
Ueberdies war an manchen Orten die Belästigung der Nachbarschaft
durch die entweichenden Schwefelwasserstoff enthaltenden Gase
sehr störenck und Huillard*) in England patentirte
Apparat zur Darstellung des Schwefelkohlenstoffs besteht glmch dem
Wasserstoffgasapparat von Fages«) in Limoux aus einer Retorte in
welcher durch Verbrennung eines Theiles der Kohle der Rest derselben
ZUm D^ n os k s°e m cyHndrische Ofen ist durch einen doppelten Rost von
feuerfestem Thon in zwei ziemlich °aiis,
den. Die obere Abtheilung läuft in ^men
welcher dureb «in. Klapp. g..chlo...» «erd«» ka». Dm dm Sch«»
stein liegt ei» ringförmig«, ei.erne. G.tt.s. w.leh.m durch eme»
Hehn der an „.arbeitend. Schwefel äü.og •» de« <*»«» Th “> d "
“■Ät il de. Ofen, kenn dnr.h ein Rohr in der »he de.
Boden, mit einem Kühlapp.r.t in Verbindung ge.etet werde»- A«*
dem bet er eine e.rsohli.e.b.r. O.tnnng, durch
gefüllt wird und eine .weite dicht über dem Boden mm Luto.nl.,»en
Di. irbrit damit ge.cbieht in folgender Wei.e: Nachdem man
in dem unteren Raum, ein Cotef.ner entmndet hat, wirfi.r.M.-g.n
mit Coke gefüllt nnd bei geöffneter Klapp, de, Schornto.n, und unto
brochener Verbindung mit dem Kühl.ppar.t da. Fe«« •■> l»g^ »
halten, bi, der g.n.« Inhalt de, Ofen, hell,oth glüht nnd der Schwefel
im ringförmigen Gef.,., ge.ehm.l.en ,,t “ U ““‘
Schornateiuklappe, aperrt de» Zutritt der Loft ,« dem Coke ab,
_ n _^ 1ß0 2^ Patent Nro. 2085, Juli 1857
i) Deiss Wagu. Jahresber. 1861, 16 ^ > Handb d chem . Teoh uoin
Wagn. Jahresber. 1858, 138. ) J
logie: Pas Beleuchtungswesen, 282.