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Full text : Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 16

Siliciumverbindungeii.

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„  ™  i,t,  verhindert  »r  »lobt  ihr,  L5.liehk.it  in  Wu.er,  wohl
aher'fhre  Z.rfli..«lichk,it  «n  dev  Luft.  Der  Körper  erhrelt  dre  Be,eichnun
  er  Wasserglas  .  .  •  „  i  Qßo
i;  der  Zeitschrift  des  Oesterreichischen  Ingenieurvereins  1862,
s ei te  229  theilt  C,  Kohn  mit,  dass  die  berühmte  Entdeckung  des
Wasserglases  schon  im  Jahre  1520  gemacht  worden  sei.  Ko  n
schreibt -  Ein  alchymistisches  Manuscript  von  Basilius  1  alentinus
Sgt  gelegentlich  einer  Vorschrift,  Gold  und  Silber  zu  machen  dass
•V.  8  1-p  Kmmt  kaltflüssiges  Glas  zu  machen,  nicht  unbekannt  wai.
Leo  tlmitt^dieVorschrift  imAuszuge  mit,  „Nehme  Weinstein,  calcimre
solchen  in  einem  Schmelztiegel,  lauge  solchen  mit  heissefilt-ire
  diese  Lange  durch  Filz,  damit  solche  recht  hell  und  klar  weide,
wird  sie  alsdann  in  einem  eisernen  Kessel  eingekocht,  so  bleibt  ein  Salz;
dieses  ist  Sal  Tartari  oder  zu  deutsch  Weinsteinsalz.  Man  nimmt
hiervon  ein  Pfund,  lässt  solches  im  Windofen  in  einem  Schmelztieg
fliessen  trage  nach  und  nach  ein  Pfund  gesiebten  Rieselsteinpulvers
hinzu  lasse  alles  wohl  schmelzen  und  langsam  erkalten;  sonach  wird
der  ilegef  zerschlagen,  die  Materia  gröblich  zerstossen  und  m  einer
Glasschale  im  Keller  oder  freier  Luft  zerfliessen  kssen.  Dieses,  mt
1  iouor  Silicii  Bei  der  Schmelzung  dieser  Kieselsteine  mit  dem
alcali  des  Weinsteins  verbindet  sich  die  Lrdedes  KieselsmAjmSa  ^
und  fliessen  mit  einander  zu  einem  fetten  ohlichten  Liquor,  die  g
Rückstände  sind  unbrauchbar.  In  der  Sonne  oder  Dl | e " l ^™ 6 ti ™ n C  des
dieser  Liquor  wieder  ein  und  lässt  sich  zu  einer  Pe  rifi  ation  d^
Hol...  Oder  ,1er  „".TV,  d „  "el™k..»  Schritte,,
längerer  Erfahrung  schlecht  se  .  i  ^ a t  der
welche  dem  Basilius  Valentinus  zugeschriebenw er ^;  ^
Berichterstatter  keine  Andeutung  finden  können,  welche  zu  d«  An  ah
berechtigt,  dass  diesem  die  Kenntnis,  der  Bereitung  Anwe.J
des  Wasserglases  bekannt  gewesen  sei.  Auch  «regt  g
obiger  Vorschrift  der  A.thentict«
K“  der  Chemie  thg.  noch  hi,.»,
sehr  ungewiss.“  -  ,  R  •  hat  wird  nach  Fuchs  >)
Das  Wasserglas,  welches  Kali  als  Bas  ,  ^  ^  p otasche
so  bereitet,  dass  ein  Gemenge  von  io  I  g  geschmolzen
-d  3  Thln.  Holzkohlenpulver  5  bis  6  Stund  -  ^  ^
wird,  bis  die  Schmelze  ruhig  sich  das  fünf-  bis
Glas  gepulvert,  in  einen  eisernen  Kessel,  in  wemn

i)  Fuchs,  Dingl.  pol-  J-  FXLII,  365  u.  4-t
            
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