Deutschland auf der Wiener Weltausstellung 1873.
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Hüttenerzeugnisse, auf der westlichen Seite zunächst eine grosse Ha e
für verschiedene, kleinere Industriezweige und hinter dieser ein Pavillon
für das Unterrichtswesen errichtet werden. Der gesammte
Umfang dieser Bauten sollte 10 000 qm Bodenfläche nicht überschreiten.
Da man aber zur Zeit dieser Beschlüsse den wirklichen Raumbedarf
noch immer nicht mit Gewissheit zu übersehen vermochte so
wurde die endgiltige Feststellung der Grösse der Bauten, um vor jeder
Ueberschreitung des wirklichen Bedürfnisses gesichert zu sein, noch
Vorbehalten und erst gegen Ende October für die beiden erstgenannten
Pavillons auf je 1400 qm, für den Unterrichtspavillon auf 1600 qm
und für die Industriehalle auf 5000 qm bestimmt.
Neben diesen Bauten wurde sodann für den Fall eines weiteren
Bedarfes die Errichtung kleinerer Anbauten in den Hofen des Industriepalastes
selbst vorgesehen. ( . ...
Durch den so gewonnenen Raum waren zwar die zahlenmassigen
Anforderungen noch immer nicht gedeckt. Allem man hatte die Erfahrungen
früherer Ausstellungen für sich, nach welchen noch in den
letzten Stadien der Vorbereitung ein beträchtlicher Theil der Aussteller
wieder auszuscheiden pflegt, und man durfte jetzt das Gleiche
um so mehr gewärtigen, als die Industrie mit Aufträgen uberhauft
und durch eine weitverbreitete Gährung in den Arbeiterkreisen bedrängt
war. .
Diese Erwartungen erfüllten sich aber nicht. Die immer grossartiger
sich gestaltende Entwickelung des Unternehmens rief auch in
den Kreisen der Aussteller eine ungewöhnliche Theilnahme hervor. Je
mehr dies mit dem Fortschreiten der Ausstellungsarbeiten zur Gewissheit
wurde, desto mehr wuchsen für die Centralcommission die Schwierigkeiten.
Zwar gelang es im Laufe der Zeit den Generaldirector
noch zu einigen Zugeständnissen in solchen Iheilen der Ausstellung
zu bestimmen, in welchen auf Seiten anderer Nationen ein nicht mehr
erwarteter Ausfall eintrat, wie dies namentlich in der Maschinenhalle
und noch im letzten Augenblicke in der Rotunde der Fall war. Doc i
dem Bedürfnisse genügte dies nicht. Um Platz zu gewinnen musste
man sich bis zur Eröffnungszeit bin zu immer weiteren Bauten entschliessen.
Im Januar 1873 ging man daran, die in den Hofen des
Industriepalastes in Aussicht genommenen Anbauten durch grossere
Hallen von 1700 qm Bodenfläche zu ersetzen. Gleich darauf erwuchs
die Nothwendigkeit, für einen Theil der Maschinen hinter der Maschinenhalle
ein besonderes Gebäude zu errichten; anfangs auf 1800 qm
Fläche berechnet, musste es noch während des Baues um 500 qm erweitert
werden. Endlich erwies sich auch der Raum für die Landwirtschaft
als ungenügend; noch im April musste seine Erweiterung
durch einen 450 qm grossen Schuppenbau beschlossen werden.
Der auf solch’ unerquicklichen Wegen endlich beschaffte bedeokte