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Full text: Deutschland auf der Wiener Weltausstellung 1873, Wiener Weltausstellung Heft 17

Deutschland auf der Wiener Weltausstellung 1873. 67 
Von den beiden für die Erzeugnisse der Bergwerke und Hütten be 
stimmten Hallen wurde die eine hauptsächlich für Ost- und Süddeutsch 
land, die andere für den, von der niederrheinisch-westfälischen Industrie 
beherrschten, deutschen Nordwesten verwendet. 
In der Maschinenhalle war der hohe Mittelraum durch die grösse 
ren Maschinen besetzt. Die niedrigen Seitengänge enthielten kleinere 
Maschinen und alle diejenigen Gegenstände, welche, wie Armaturen 
oder Strassenfuhrwerke, dem Maschinenwesen sich anschliessen, oder, 
wie die Gegenstände des Marinewesens, eine anderweite Unterbringung 
nicht ermöglichten. In einem Anbau hinter der Halle lagen die von 
deutschen Ausstellern für den Maschinenbetrieb gelieferten Dampf 
kessel, in einem anderen Hilfsbau vornehmlich solche Maschinen, welche 
durch ihren Betrieb, wie Eis- und Ziegeleimaschinen, oder durch ihre 
Beschaffenheit, wie die Feuerlöschapparate und Eisenbahngüterwagen, 
zu einer anderweiten Aufstellung nicht geeignet schienen. 
In der zweiten Gruppe der deutschen Ausstellung bildete die 
Kunsthalle den Mittelpunkt. Sie vereinigte in sich die Gemälde und 
Bildwerke, soweit letztere nicht im Freien eine Stelle gefunden hatten. 
Nach der einen Richtung schloss sich an sie ein Flügelbau, welcher 
vornehmlich die Ausstellung der zeichnenden Künste und der Archi 
tektur aufnahm. Nach der anderen Richtung lagen die beiden land 
wirtschaftlichen Hallen, deren eine die Industrie der Nahrungsmittel, 
die Land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnisse und in Verbindung 
mit diesen die Ausstellungen der land- und forstwirtschaftlichen Lehr 
anstalten, deren andere die für die Landwirthschaft und für die ihr 
verwandten Gewerbe bestimmten Maschinen umfasste. Ihnen schloss 
sich als selbstständige Ausstellung das Modell eines bäuerlichen Anwe 
sens aus dem Eisass, mit den land- und forstwirtschaftlichen Erzeug 
nissen Eisass-Lothringens an. 
•4-Uch in den deutschen Gärten und Höfen sowie an den deutschen 
Galerien entlang war noch eine Anzahl von Ausstellungsgegenständen, 
die den freien Himmel vertrugen, untergebracht. Deutsche Erzeugnisse 
befanden sich endlich in einer für die Ausstellung von Glasgemälden 
errichteten, besonderen Galerie, in einer ausschliesslich der Militär 
sanitätspflege gewidmeten Halle, sowie in der Gartenbauausstellung im 
Südosten des Ausstellungsplatzes. 
Katalog. 
26. 
Trotz der amtlichen Generalkataloge, welche über den Gesammt- 
bereicb der Ausstellungen ausgegeben zu werden pflegen, ist es für die 
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