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Full text : Deutschland auf der Wiener Weltausstellung 1873, Wiener Weltausstellung Heft 17

Deutschland  auf  der  Wiener  Weltausstellung  1873.  87
Weise  noch  zufloss,  belief  sich  auf  894  000  Mark.  Sie  hat  daher  im
Ganzen  über  3  249  000  Mark  an  Reichsgeldern  verfügt.
Der  überraschende  Eindruck  dieser  Zahlen  —  überraschend  freilich
nur  für  den  ,  der  von  den  Anforderungen  grosser  Ausstellungen  noch
kein  Bild  sich  hat  machen  können  —  wird  verschwinden,  wenn  man
aus  der  nachfolgenden  Uebersicht  der  wichtigeren  Ausgabeposten  einen
Einblick  in  den  Umfang  der  einzelnen  Bedürfnisse  gewinnt.
Es  wurden  verwendet:

1.  Für  Bauten  und  Bauarbeiten  ...  1  355  334  Mark
2.  „  Installation  und  Decoration  .  .  303  693  „
3.  „  Arbeiterlöhnung  244  044  „
4.  „  Platzmiethe  228  063  „
5.  „  Aufsichtszwecke  223  722  „
6.  „  Fracht  und  Versicherung  .  .  .  130  920  „
7.  „  Erd-  und  Gartenarbeiten  ...  93  129  „
8.  „  Abrüstungsarbeiten  85  155  „
9.  „  Bewahrung  des  Packmaterials  .  57  168  „
10.  „  den  Bericht  30  036  „
11.  „  den  Katalog  19  797  „

Fast  die  Hälfte  aller  Ausgaben  ist  durch  die  bauliche  Erweiterung
der  Ausstellungsräume  'begründet.
Die  eigentliche  Verwaltung  der  Ausstellung  ist  nicht  minder  mit
ungewöhnlichen  Ziffern  betheiligt.  Es  betrugen  die  Kosten:
der  Ausstellungscommission  .  .  .  246  312  Mark
„  Oentralcommission  109  086  „
„  Jury  98  454  „
Mehr  als  die  Hälfte  der  Verwaltungskosten  fällt  auf  die  Ausstellungscommission, ­
  die  nahezu  ein  Jahr  lang  mit  zahlreichen  Büreaux
am  Ausstellungsorte  in  ununterbrochener  Thätigkeit  stand,  während
die  Centralcommission  nur  zeitweise  zusammentrat  und  die  Jury  nur
einige  Wochen  versammelt  war.
Von  den  der  Centralcommission  insgesammt  zur  Verfügung  gestellten
  Mitteln  werden  etwa  120  000  Mark  an  die  Reichscasse  wieder
zurückfliessen,  so  dass  die  Ausgaben  des  Reiches  rund  auf  3  120  000  Mark
sich  schätzen  lassen.
Nach  ungefähren  Ermittelungen  darf  angenommen  werden,  dass
ausser  diesen  Aufwendungen  noch  etwa  600  000  Mark  Seitens  der  einzelnen ­
  Landescommissionen  für  die  Ausstellung  verwendet  worden  sind.
Der  Gesammtaufwand,  welchen  Deutschland  aus  öffentlichen  Mitteln  zu
Gunsten  der  Ausstellung  gemacht  hat,  stellt  sich  demnach  auf  mindestens ­
  3720000  Mark.  In  Wahrheit  ist  niemals,  innerhalb  und  ausser-
            
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