I. Die Erzeugnisse der Möbeltischlerei etc. 463
englischen Arbeiter in Gebrauch genommen, für die Besucher der Welt
ausstellung also so gut wie nicht vorhanden.
Genauere Kenntniss von dem gegenwärtigen Stande der Fabri
kation von Gebrauchsmöbeln in England zu erhalten war ans diesem
Grunde ebenso wenig möglich, wie nähere Bekanntschaft mit dem
jenigen Theil der Möbelindustrie, welcher für den sehr bedeutenden,
aber doch beträchtlich hinter demjenigen Frankreichs zurückbleibenden
Export arbeitet. Das Nähere über die Möbelausfuhr Grossbritanniens
in jüngster Zeit ergiebt die Tabelle auf folgender Seite.
Ein Vergleich der umstehenden Daten mit denjenigen der unter
Frankreich mitgetheilten Tabelle ergiebt — zunächst für die Jahre
1867, 1868, 1869 —, dass die Möbelausfuhr Frankreichs zwei und
einhalb Mal so gross wie diejenige Grossbritanniens, wobei noch zu er
wägen, dass für letzteres die auswärtigen Besitzungen und Colonien bei
Weitem wichtigere Abnehmer sind als für ersteres Land. Der Gesammt-
werth der grossbritannischen Möbelausfuhr nach Gibraltar, den süd
afrikanischen Besitzungen, Britisch Nordamerika, den westindischen
Inseln und Britisch Guiana, Britisch Indien, Hongkong und den austra
lischen Colonien beträgt für die Jahre 1867 bis 1872: 86 508 bez.
88098 — 115 461 — 113 547 — 90 080 — 136 363 Pfd. St., so
dass unter gleichzeitigem Abzug der Ausfuhr nach den Inseln des Ca
nals der Werth der grossbritannischen Möbelausfuhr nach den der
britischen Oberhoheit nicht unterworfenen Ländern für jene Jahre sich
auf folgende Summen reducirt: 93 442 — 100 323 — 120 564 —
116 591 — 151 212 — 166 380 Pfd. St.
Dieser Ausfuhr steht eine Einfuhr gegenüber, welche in den Jah
ren 1865 bis 1870 zwischen 40 und 50 Proc. der ersteren schwankt und
deren Werth sich in den Jahren 1867 bis 1870 auf: 109 265 — 92 802 —
102 426 — 91 871 Pfd. St. beläuft. Von diesen Summen entfallen
allein 64 335 — 52 140 — 51 529 — 46 559 Pfd. St. auf die Einfuhr
aus Frankreich; ferner 12 319 — 12 578 — 10 537 — 10 813 Pfd. St.
auf diejenige aus bezüglich über Hamburg, nahezu eben so viel auf
Holland, etwas weniger auf Belgien. Von dem Rest ist nur noch die
Einfuhr aus Italien, vorzugsweise aus Venedig, von nennenswerther
Bedeutung.
f“ Ein Vergleich der Gesammtausfuhrwerthe mit den Gesammtein-
fuhrwerthen ergiebt ein stetes Plus zu Gunsten jener, und zwar von
98 422 — 112 344 — 147 095 — 139 155 Pfd. St. in den Jahren
1867 bis 1870. Von den einzelnen Ländern ergeben die oben als
nach England einführende besonders genannten sämmtlich ein mehr
oder minder beträchtliches Minus für Grossbritannien, das grösste na
türlich Frankreich.
In der englischen Abtheilung nahm den ersten Rang ein die Aus
stellung von Jackson & Graham, hoch bedeutend durch die unüber-