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Gruppe Vßl. Holz - Industrie.
neu und scheinen meistens nach den Wirth’schen aus Stuttgart copirt
zu sein Die Preise stellten sich per Quadratklafter loco Pest auf 12 fl.
50 kr ‘ b,s 18 fl -, für Eichenholz und stiegen bis zu 45 fl. für die reichsten.
Diese zeigten drei- bis vierfache Rahmen von Eichenholz, in
den quadratischen Tafeln übers Eck gestellt und von schmalen Nusshol/streifen
getrennt, in dem quadratischen Mittelfeld einen achtstrahligen
Stern von Ahorn und Kirschbaum auf Nussholzgrund, ebensolche
Viertelsterne in den dreieckigen Eckfeldern, genau dasselbe
. Uste . 1 , bei F - W irth s Sohne kostete per Quadratmeter 15 fl. 48 kr
bayerisch.
Der von einem anderen ungarischen Aussteller gemachte Versuch,
ie Parqueten durch Streifen roth und grün gebeizten Holzes neben
solchen weissen Ahorns zu magyarisiren war glücklicherweise ein ververeinzelter.
16 Schweiz, woselbst die Parqueterie in den Cantonen Wallis,
rreiburg, Bern und Luzern in ziemlichem Umfange betrieben wird
war durch die Interlakener Parqueteriefabrik, die auch das als
Ausstellungslocal für die Oberlandsschnitzlereien dienende Chalet im
Schweizer Blockhausstile gebaut hatte, recht gut vertreten. Diese seit
’° bestehende Fabri k, die grösste im Lande, arbeitet in der Parquetenfabnkatmn
mit 50 Maschinen, die durch eine Wasserkraft von
ca. 80 Pferdekraft getrieben werden und mit 100 Arbeitern, im Chaletbau
mit 10 Maschinen und 80 Arbeitern und zwar zu zwei Drittheilen
für den eigenen Verbrauch der Schweiz.
Italien betreibt die Parquetenfabrikation nur in seinen nördlichen
holzreicheren Provinzen. Im wärmeren Süden ist von jeher den steinernen
Fliesen der Vorzug vor der Holztäfelung des Bodens in den
Wohnraumen gegeben worden. Am südlichen Abhang der Alpen und
vorzugsweise in Piemont sind die Parqueten seit langer Zeit selbst
in den bescheidensten Wohnungen üblich. Die Fratelli Levera in
urm zeigten eine Collection, meist nach bekannten Mustern dauerhaft
gearbeiteter und preiswürdiger Parquete. Giov. Battista Ronco in
Padua nur Miniaturmuster und unter diesen eine Blumenlese arger
Missgriffe in der Zeichnung. Was die launische Phantasie altrömischer
Mosaicisten nur an Spielereien ersonnen, um den Flächencharakter des
r ussbodens zu zerstören, war hier kritiklos wiedergegeben. Zunächst
jenes bekannte Muster, dessen Elemente aus tiefbraunen quadratischen
Hatten (Nussbaum) bestehen, welche mit zwei trapezförmigen Platten
einer hellen (Ahorn), einer röthlichgelben (Kirschbaum) zusammen
wieder Quadrate bilden, bestehen und zusammen den unerfreulichen
Eindruck machen, als sei der Boden mit lauter hohlen Würfeln besetzt,
in denen man sich den Fuss brechen könne. Dann reichere Compli-