Die Soda-Industrie.
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„och unveränderten Steinsalze zu trennen. Der Weingeist, welcher
sich mit Chlorammonium gesättigt hat, verlässt den Umsetzungappara
und fliesst in den gleichfalls continuirlich wirkenden Regenerator, w
er mit Kalk unter Erhitzung behandelt wird, und sofort wieder reinen
Spiritus und Ammoniakgas liefert. Hierdurch wird das zum Betriebe
erforderliche Quantum dieser beiden Substanzen ein sehr geringes, n
ebenso ist in Folge des Umstandes, dass alle Operationen in geschlosBenen
Gelassen vor sich gehen , der
nr Centner Soda noch nicht l / 2 p-^- ueuagi.
in eine continuirlich wirkende Presse geschafft, wo es von dem grössten
Theil der anhaftenden Flüssigkeit befreit und zugleich gewaschen w U .
Itdann geht dasselbe in einen Erhitzungsapparat und verlasst diesen
als fer |jf eS P r "“ tniss zu ihrer Leistungsfähigkeit geringe Grösse
der Apparate, die Ersparung fast jeder Handarbeit, der Minderver
brauch an Ammoniak dem Solvay’schen Verfahren gegenüber und
endlich die sehr bequeme Art der Wiedergewinnung des Alkohols un
Ammoniaks d«J di«, Methode. Dank d„
. düng der mechanischen Schwierigkeiten, wohl sicher Eingang in
chemische Industrie verschaffen. i -„i.
Oie Versacke sur Darstellung de. Kalmmo.rbonat. ™d gleich
falls ."chon in Angriff genommen, «ud da di. Omsets.ng
findet, so ist zu erwarten, dass auch hiei die Mage t I
Ausführung sich lösen lassen wird.
3 Mittelst Bleioxyd. Die alte *) schon wiederholt vorgeschlagene
Methode der Zersetzung von Kochsalz mit Bleioxyd auf nassem Wege
ist wieder beschrieben worden von Buchet *). Mitteilungen über V er-
suche welche 1870 in England auf den Walker-Alkali-Works mi em
Bleiverfahren angestellt worden sind, hat R. C. Clapham ) gegeben.
Die Methode unterscheidet sich von der früheren dadurch, dass dem
Gemenge von Kochsalz und Bleioxyd noch Kalkhydrat zugesetzt wird
Etwa 5 0*. einer Mischung von 100 Thln. Glätte, 70 Thln. Salz und
50 Thln. Kalkhydrat werden unter Zusatz von wenig Wasser in einer
Mühle gemahlen. Es tritt sofort Zersetzung'ein indem Aetznatron
Chlorblei und Bleihydroxyd (welches auf Chlornatnum nicht einwnkt),
entstehen, wobei jedoch nur 19 bis 20 p. C. des Kochsalzes umgewandelt
werden. Die weisse teigige Masse wird stark gepresst und die abrin
„ende klare'Lösung von Aetznatron und Kochsalz mit Men Mengen
von Glätte und Kalk der Mühle übergeben. Man kann so 47 bis o0 p. L.
Ba^hhe^^^W'ägn. ^'ahrester.^l869 1 , 11 182^und'biüL
r SSr^'xS, m! To>«Imm'ck..,., ff.., 18», ff«, « ».
Wagn. Jabresber. 1870, 176.