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Gruppe III. Chemische Industrie.
d Z0 \ m Tu?? Überfübren - Die «detrt abgepresste Lauge
wml durch eine Schicht von Kalkhydrat filtrirt, um' sie von gelösten
Bleiverbindungen zul befreien, und hierauf das noch darin enthaltene
ornatrium durch Abdampfen ausgeschieden. Die in der Presse zurückbhubenden
Kuchen, welche aus Chlorblei, Bleihydroxyd, unveränderter
Watte und Kalk bestehen, werden erst behufs Überführung des Bleihydroxyds
in DKioxyd auf 155« erhitzt und die Masse sodann in
chendes Kalkwasser eingetragen, wodurch das Chlorblei ebenfalls in
Bleioxyd übergeht. Der Rückstand dient dann zur Zersetzung neuer
Mengen von Kochsalz. Bei dieser Regeneration geht aber ein Theil
Blei verloren und es wirken ferner die erhaltenen Massen nicht immer
£ kraftjg wie die ursprüngliche Glätte. Endlich entstehen noch
Schwierigkeiten dadurch, dass der Kalk und das Bleihydroxyd reichlich
ohlensaure aufnehmen und dann nicht mehr auf Chlornatrium reagiren
i7^ Ung d6S B!eiox y ds ^deutend zu hemmen scheinen’,
e Methode soll daher wieder aufgegeben worden sein. — Das Verfahren
ist 1867 auch Rowbotham i) für England patentirt worden.
4. Mittelst Oxalsäure. Fügt man zu einer concentrirten Lösung
von Kochsalz Oxalsaurelosung im üeberschuss, so fällt bekanntlich
Natnuinhydroxalat (C 2 HNa0 4 + ILO) nieder, während Salzsäure in
Losung bleibt Durch Kochen des Salzes mit Kalkmilch entsteht Aetznatron
und Calciumoxalat, aus welchem man die Oxalsäure wieder abscheidet
(Samuel Anthon) *). Das saure Natriumsalz lässt sich durch
oc en mit Calciumcarbonat nicht in Soda überführen; wie R. Warner
■) mittheilt, entsteht dabei Natriumoxalat nebst Calciumoxalat.
Wild dagegen „nt einem Gemenge von frisch gefälltem Calciumcarbonat
und Kalkmilch oder mit letzterer allein gekocht, so findet vollständige
Zerlegung des Natnumhydroxalats statt. Die Schwierigkeit des Verde
rOxa lsäure d6r ZWeckmässi ® en und wohlfeilen Wiedergewinnung
5. Mittelst Magnesia und Kohlensäure. W. Weldon 4 ) hat
sich in England ein Verfahren zur Darstellung von Soda patentiren
assen, welches darin besteht, dass ein Gemenge von Kochsalz mit Magnesia
(oder Magnesiumcarbonat) und wenig Wasser in einem geschlossenen
Gefäss unter Druck mit Kohlensäure behandelt wird. Es bildet
. lösllches Natriumbicarbonat und Chlormagnesium (2 Na CI
+ MgO + 2C(L + II 2 0 = 2 Na,IICO;, -f MgCl 2 ). Das erstere
ühit man durch Erhitzen in Soda über, das letztere in Magnesia
Wem, diesem Process keine technischen Schwierigkeiten entgegenstehen,
') Rowbotham, Chem. News 1867, Nro. 390, 266. 2) Samup ,
fs“ S t afabr - 8 > *■ Ä
Igßg 1 125 . > Weldon > Chem - News 1866, Nr. 347, 41; Wagn. Jahresber.