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MAK

Full text : Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 20

362  Gruppe  III.  Chemische  Industrie.
Das  auf  die  eine  oder  andere  Art  erhaltene  Chlorkalium  wird,
nachdem  es  gedeckt  und  soweit  wie  möglich  abgelaufen  ist,  entweder
durch  Centrifugen  von  dem  noch  anhängenden  Wasser  befreit,  oder  auf
mit  Dampf  oder  abgehendem  Feuer  geheizten  Darren  oder  endlich
durch  directes  Feuer  in  Flammöfen  getrocknet  und  versandfertig  gemacht. ­
  —  Letzteres  Verfahren  ist  das  allgemein  übliche,  da  das  Entwässern ­
  mittelst  Centrifugen,  ganz  abgesehen  davon,  dass  es  nie  ein
vollkommenes  ist,  viel  Maschinenkraft  erfordert,  deren  Erzeugung  mehr
Brennmaterial  kostet,  als  der  Trockenprocess  im  Flammofen,  während
bei  letzterem  durch  richtige  Anlage  und  sorgsame  Behandlung  der
Feuerung  das  Zusammenfritten  des  Salzes  (Schmelzen)  und  dessen  Verunreinigung ­
  mit  Flugasche  ebenfalls  vermieden  werden  kann.
Das  Chlorkalium  wird  im  Handel  meistens  auf  Grundlage  eines
Gehaltes  von  80  p.  C.  notirt,  ein  Gebrauch,  welcher  dadurch  entstanden
sein  mag,  dass  man  zur  Darstellung  eines  Centners  =  50  Kg  Kalisalpeter ­
  circa  40  Kg  reines  Chlorkalium  bedarf  —;  theoretisch  sollen
32'25Kg  KCl  =  50'5Kg  KaN0 3  ergeben  —es  wird  daher  jetzt  sowohl
efi'ectiv  80procentiges  als  auch  95-  resp.  98procentiges  Chlorkalium
stets  pr.  50  Kg  und  80  p.  C.  gehandelt,  doch  sind  die  Preise  für  die
40  Kg  hochgradige  95-  bis  98procentige  Waare  circa  10  p.  C.  höher,  als
für  die  nur  effectiv  80  p.  C.  haltenden  Sorten;  kostet  daher  80procentige
Waare  pr.  50  Kg  und  80  p.  C.  6  Rmk.,  so  kosten  40  Procent-Kg  in
96gradigem  Chlorkalium  ungefähr  6'5  Kmk.  oder  50  Kg  96procentiges
eftectiv  7’92  Rmk.  Für  einzelne  Verwendungen  des  Chlorkaliums  wie
zu  Potasche,  chlorsaurem  Kalium  wird  oft  neben  einem  garantirten
Minimalgehalt  an  Chlorkalium,  95  bis  96  p.  C.,  noch  ein  Maximalgehalt ­
  an  Chlornatrium  (Maximum  1  bis  3  p.  C.)  bedungen.
Die  Bestimmung  des  Chlorkaliumgehalts  der  Waare  findet  stets
mittelst  Analyse  als  Kaliumplatinchlorid  statt,  da  alle  anderen  Methoden
der  Kalibestimmung  mittelst  Alaunprobe,  Kieselflusssäure,  sauren  weinsauren ­
  Natriums  etc.  sich  als  nicht  zuverlässig  erwiesen  haben.

Abfall  und  Nebe  nproducte  der  Chlorkaliumfabrikation. ­


Dieselben  bestehen:
I.  Airs  den  ersten  Löserückständen,
II.  aus  den  beim  Concentriren  der  Laugen  ausgekochten  Salzen
(Bühnensalz,  Fischsalz)  und
III.  aus  den  letzten  Mutterlaugen.
Die  Löserückstände  haben  im  grossen  Durchschnitt  nachfolgende
Zusammensetzung  in  100  Theilen:
            
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