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Gruppe III. Chemische Industrie.
Schwefelsäure 37-5 p. q.
Eisenoxyd und Thonerde 40’0
Kali 9-8 ”
G yps 2-3 „
Kr y stall wasser 11-9
Es g eht daraus hervor, dass der Lauge und damit der Alaunbil-
dung viel Kali entzogen wird (welches von dem Kaligehalt der Erze,
von zugesetztem basischen Alaun und den zum Auslaugen verwendeten
schwachen Alaunwassern herrührt). Ausserdem wird eine grosse Menge
von Schwefelsäure und Eisen als werthloses uud lästiges Nebenproduct
entfernt, während sie ohne grosse Kosten als Eisenvitriol gewonnen
werden könnten.
Man muss zur Vermeidung des Verlustes von Kali und zur Erzeu
gung von Ferfosulfat das Eisenoxyd zu Oxydul reduciren. Kocht man eine
Auflösung von neutralem Ferrisulfat mit Eisen, so löst sich dasselbe unter
Gasentwickelung auf, während sich das Eisenoxyd als dreibasisches
Salz ausscheidet. Digerirt man dagegen Eisen bei einer 20° nicht
übersteigenden Temperatur mit einem neutralen Eisenoxydsalz, so wird
es ohne Wasserstoffentwickelung unter Ferrosulfatbildung aufgenommen.
Nach Hrn. Seger reducirt man deshalb die Rohlaugen mittelst
metallischen Eisens. Nach dem Oxydgehalt und nach der herrschenden
Temperatur ist die Reduction in längerer oder kürzerer Frist beendigt.
Bei 18 bis 20° bedarf sie 6 bis 10 Stunden; bei 8 bis 10° geht sie in
20 bis 24 Stunden vor sich; hei 5 bis 10° sind 2.bis 3 Tage erforder
lich. Man operirt so, dass man ein grosses Holzreservoir, welches am
Boden eine Zapfenöffnung hat, mit Eisenabfällen bis zum Rand locker
anfüllt und sodann die Rohlauge einfüllt. Dieselbe erwärmt sich um
einige Grade. Sobald die ursprüngliche gelb- oder kaffeebraune Farbe
derselben in blasses Grün übergegangen ist, zapft man sie in ein
anderes Reservoir, aus welchem die Concentrationsapparate gespeist
werden. Die Lauge bleibt beim Abdampfen klar und scheidet nur
einen geringen Niederschlag von Gyps aus.
Der Grad der Concentration, auf welchen man die Laugen zu
bringen hat, um das Quantum der nach der Ausfüllung des Alauns
verbleibenden Mutterlauge möglichst zu verringern, ist abhängig von
der Zusammensetzung derselben und der im Krystallisationsraume
herrschenden Temperatur. Versiedet man die Rohlauge, sobald das
Eisenoxydsulfat grösstentheils ausgeschieden ( ist, so kann man ohne
Gefahr auf 35 bis 40° B. eindampfen. Hat man aber mit sehr vitriol
haltigen Laugen zu thrun, oder hat man das Eisenoxydsalz reducirt, so
dass die Laugen relativ eisenhaltiger geworden sind, so darf man nicht
über 30 bis 32°B. hinausgehen, damit nicht eine starke Verunreini-
gung des Alauns mit Eisenvitriol statt habe. Die Concentrationsappa-