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Full text : Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 20

680  Gruppe  III.  Chemische  Industrie.
ttnJn  u^ at f i0n ’  iU nv m  I)ampfaDlagen ’  Mühlwerke >  Troekeneinrichgm..
  .  f-  vervollkommnet,  Maschinenarbeit  vielfach  an  Stelle  der
an  darbeit  gesetzt  und  der  ganze  Betrieb  mehr  und  mehr  zur  Grossindustrie ­
  ausgebildet  wurde.  ross
Als  fortwährende  Schwäche  der  Fabrikation  ist  zu  erwähnen  dass
Anf 7 nd , fÜl '  Natronsalze  und  Schwefel  noch  ausser  allem  Verhältdieser
  M  r  V  f  ™ r amarinbildung  wirklich  verbrauchten  Menge
Materialien  steht.  Während  für  100  Gewichtstheile  Ultramarin
nur  ungefähr  34  Gewichtstheile  kohlensaures  Natrium  und  höchstens
15  Gewichtstheile  Schwefel  wirklich  verbraucht  werden,  müssen  in  de!
abrikahon  bis  zu  60  Gewichtstheilen  Soda  und  ebensoviel  Schwefel  verwende ­
  werden,  um  100  Gewichtstheile  Ultramarin  zu  erhalten  Der
Schwefel  verdampft  zum  grössten  Theil  in  den  Oefen,  verbrennt  zu
schwefliger  Säure  und  geht  verloren;  der  Ueberschuss  von  Soda  Meibl
zwar  der  Hauptmenge  nach  als  schwefelsaures  Natrium  dem  Eohultraann
  beigemengt,  wird  aber  nur  von  wenigen  Fabriken  wieder  ge-SLTsm
  aUCh  dieses  Material  ganz  verlore ^  ®* n
emerei  Theil  der  Sodasalze  mag  auch  durch  Verdampfen  in  den
0  fen  verloren  gehen.  Diese  anscheinende  Eohheit  des  Verfahrens  ist
diZe^fi  h  f  praktische  Unmöglichkeit  zurückzuführen,  luftdichte
  Gluhgefasse  von  sonst  geeigneter  Beschaffenheit  herzustellen
Aehnhehe  Schwachen  herrschen  auch  sonst  noch  mehr  in  der  Industrie’
wIÄr.„  “  Werf “  ™»*„'
Die  Constitution  des  Ultramarins  immer  noch  ungewiss
iese  Worte  stellte  der  Berichterstatter  über  die  Chemie  auf  dir  Weltdlhiii
  UnS 'ff n  u°u° n  tT  die  SpitZe  Seinei '  Zllsam menstellung  der  bis
TT] ,  vei  offentlichten  Untersuchungen  über  die  chemische  Natur  des
Ultiamarins.  Zwei  weitere  Weltausstellungen  haben  in  der  Zwischenzeit ­
  stattgefunden  abermals  eine  lange  Eeihe  von  Autoren,  welche  sich
mit  dem  blauen  Wunder  der  unorganischen  Chemie  seitdem  beschäftigt
haben,  ist  zu  verzeichnen  und  dennoch  kann  man  auch  heute  noch  keine
ssere  Überschrift  wählen,  um  den  jetzigen  Stand  unseres  Wissens
in  dieser  Hinsicht  zu  kennzeichnen.  Im  Hinblick  hierauf  und  im  Angedenken,
  dass  nun  nahezu  50  Jahre  seit  der  ersten  Darstellung  des
unsthchen  Ultramarins  verflossen  sind,  hat  den  Verein  deutscher
amarmfabrikanten,  welchem  gegenwärtig  19  Firmen
!oTl0°00E  T  r BU V tß :'  Zeit  beS0hl0S -n,  einen  Preis
1000  Emk.  für  die  beste  bis  zu  Ende  des  Jahres  1875
^»reichende  Arbeit  über  die  chemische  Constitution
f.^1  Ultram  arm  Verbindungen  insbesondere  über  die
indungsweise  des  Schwefels  in  denselben  auszusetzen
?i  '  e  H aSS m  eS  lChtf : S  WUrde  beauftra ^  für  die  Veröffentlichung
Beschlusses  in  möglichst  weiten  Kreisen  zu  sorgen;  durch  Er-
            
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