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Full text: Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 20

Stassfurter Kaliindustrie. 377 
nicht lohnend ist. Aus demselben Grunde ist die Anwendung des 
Chlormagnesiums zum Extrahiren des Kupfers aus den Sanderzen und 
selbst die leichter ausführbare Darstellung von reinem Chlor durch Er 
hitzen eines Gemisches von Braunstein und Chlormagnesium bisher 
noch nicht im Grossbetriebe eingeführt. Auch Weldon’s Vorschlag, 
bei der Revivication des Braunstein das Chlormagnesium ! ) zu verwen 
den, hat noch keine Nachfolge gefunden, und ebenso wenig sind bisher 
die für hüttenmännische Zwecke — chlorirendes Rösten so werth- 
vollen Eigenschaften in grösserem Maassstabe benutzt. Trotz alledem 
ist mit Bestimmtheit zu hoffen, dass diese für viele Zwecke so brauch 
bare und in Stassfurt so massenhaft als beinahe werthloses Nebenpro- 
duct fallende Verbindung mit der Zeit eine grössere Rolle in der Tech 
nik-spielen wird. 
i) Vergl. den Aufsatz über Chlor etc. S. 119 dieses Berichtes.
	        
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