Eisen.
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Weite bei 80° C. in einem Wasserbade mit 1'5 bis 5 cbcm Salpetersäule
von 1-2 VoL-Gew. gelöst. Nach Aufhören der Gasentwickelung (bei
Stahl in 2 bis 3 Stunden) kühlt man das Glas in Wasser auf die
gewöhnliche Temperatur ab, giesst die Lösung vorsichtig von dem
aus Graphit und Schlacke bestehenden, Rückstände in eine Bürette und
verdünnt sie so lange mit Wasser, bis man die Farbe einer Normal
lösung genau erreicht hat, die so bereitet ist, dass 1 cbcm derselben
genau 0'1 p. C. Kohlenstoff entspricht. Diese Normallösung wird dar
gestellt durch Lösen von Gussstahl mit genau bekanntem hohlenstoff-
gekalte in Salpetersäure von 12 VoL-Gew., so dass 1 cbcm dieser
Lösung 0-001 gr Kohlenstoff entspricht. Hält z. B. der Stahl 0 76
Kohlenstoff und man löst 0'1 gr auf, so erhält man 7'6 cbcm Normal
lösung. Da sich die Farbe derselben aber schon nach 24 Stunden
ändert, so stellt Eggertz die entsprechende Farbennuance her durch
Auflösen von gebranntem Zucker in gleichen Theilen Wasser und
Alkohol undAufbewahren in einem versiegelten Glasrohre von der g ei
chen Dicke wie die Bürette. Diese Probe findet auf den schwedischen
Bessemerhütten zum Sortiren des Stahls seit lange allgemeine Anwen
dung und ist, natürlich immer unter denselben Umstanden, bis 005
p. C Kohlenstoff abwärts recht brauchbar, ln Seraing bei Lutticl
wird die Probe so ausgeführt, dass man gleichzeitig zwei Proben von
Feil- oder Bohrspähnen von 0'2 gr Gewicht bei 80» im Wasserbade mit
20 cbcm Salpetersäure von F2 VoL-Gew. löst und zur Darsteüung
der Normalflüssigkeit Stahl mit 0'61 bis 0'63 p..0. wählt Auch Gru
ner 1 ) empfiehlt diese Methode sehr angelegentlich für Stahl, da. si
mit der nöthigen Vorsicht bei Stahl aus immer gleichem Rohmaterale
bei dem nur der Kohlenstoffgehalt vamrt, sehr gute iWtate g .
Dagegen lassen sich Stahlsorten verschiedenen Ursprungs nach. dersel
ben nicht vergleichen. Nach Hermann*) bieten sich jedoch bm etwas
hohem Kohlenstoffgehalt, wegen der leichten Veränderung der «
lösung, Schwierigkeiten, und J. Blodget-Britton*) stellt die letztere
deshalb mit gebranntem Kaffee in verdünntem Alkohol in verschiedenen
Nüancen in versiegelten Röhren von Vs ^ ^ tsv
so dass die hellste Farbe einem Gehalte von ^2
Stahl, gelöst in 15 cbcm Salpetersaure von - °\ ’i’ i wie 0’0^
und jede folgende dunklere Nüance um 0;02 p. C. steigt also wie 0 02
0-04 0-06, 0-08 u. s. f. Hermann 4 ) zieht statt der Lggei z bu
Probe die Kohlebestimmung durch directe Verbrennung des Kohlen-
V Grüner, Berg- u. Hüttemn Ztg. «J. -
1870, 9. 2 ) Hermann, Berg- u. Huttemm Ztg. 87 Berg . u .
Britton, Chem. News. 1870. Nl ' 0 '. ° 61 ’ ' Nov ’ m . Wagn. Jahresber.
Hüttenm. Ztg. 1870, 296; Engineering 1870. Nov. 841, g
1871, 3.