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Eisen. 781
enthält nach F. Kohn 1 ) 30 p. C. Mangan in Henderson’s und 60p.C.
in Prieger’s Legirung, dabei aber stets «-Kohlenstoff.
Silicium. Eine Yerbindung von Eisen und Silicium wurde von
Caron 2 ) direct durch Zusammenschmelzen beider dargestellt. Dieses Siliciumeisen
bestand aus 90"66 Eisen, 9'34 Silicium und einer Spur Kohlenstoff
und bildete eine sehr harte silbei'weisse Legirung. Auch H. Hahn 3 )
stellte Siliciumeisen künstlich dar auf drei Wegen; nämlich durch Zusammenschmelzen
von Gussstahl, Kieselfluornatrium, Zink und Kochsalz;
dann ebenso mit Eisenchlorür-Natrium, Silicium, Natrium und Flussspath;
endlich durch Vereinigung von Eisenchlorür-Chlornatrium, Kieselfluornatrium
und Natrium. Es wurden in allen lallen metalllische
Könige erhalten, die, wenn in schwachen Säuren aufgelöst, im Rückstände
Verbindungen liosseu, die aus 79‘24 p. C. Eisen und 20"16 p. C. Silicium
= Fe 2 Si und aus 68’35 p. C. Eisen und 30'50 p. C. Silicium bestanden.
Dass Silicium ein häufiger " Bestandteil des Roheisens sei,
war seit lange bekannt, doch wusste man nicht, dass es auch in einem
graphitartigen Zustande darin vorkomme, bis R. Richter 4 ) Blättchen
oder Schuppen von Silicium als Rückstand beim Auflösen von grauem
Roheisen von Gradaz in Krain fand. Diese Beobachtung wurde bei
steyerischem Roheisen von Max Büchner bestätigt. Zur Untersuchung
des Einflusses von Silicium auf Roheisen stellte G. Hochstetter solches
dar mit einem Gehalte von 8 bis 13‘78 p. C., auch fand er davon in
grauem Eisen von Dowlais 7'46 und in hellgrauem aus Woolwich- Arsenal
8'2 p. G., ebenso wurde auf Vorwärtshütte, bei Waldenburg in Schlesien,
aus einer sehr kieselsäurereichen Beschickung ein Roheisen mit über
7 p. C. Silicium erhalten. AuchR.Fresenius 5 ) wies in einem sogenannten
schwarzen Roheisen neben 0'086 «-Kohlenstoff und 2'171 /I-Kohlenstoff
noch 3'265 Silicium nach, ebenso A. Stren g in einem grauen Holzkohleneisen
von Lerbach s ) 5\5 p. C., während die gleichzeitig gefallene glasige,
graue Schlacke 48‘95 Kieselsäure, 10'51 Thonerde, 25'03 Kalk,
8'62 Magnesia, 1'62 Eisenoxyd und 0'57 Schwefel enthielt. S. Jordan')
studirte die Bedingungen, unter denen ein siliciumreiches Roheisen erzeugt
werden kann und fand, dass dazu eine an Kieselsäure und Thonerde
reiche Beschickung und ein langsamer und heisser Ofengang erforderlich
sei, wodurch es gelingt bis 8 p. C. Si in das Roheisen zu bringen,
das eine um so hellere Farbe und grösseres, rauhes Korn im Bruche
erhält, je mehr es Silicium aufgenommen hat.
* B Kohn, Engineering 1870, Septbr. 194; Wagn. Jahresber. 1871, 27.
2 ) Caron, Compt. rend. LXYI, 873. 3 ) Hahn, Ann. Cliem. Pharm.
CXXXIV, 57; Wagn. Jahresber. 1864, 33. . 4 ) Richter, Berg- u. Huttenm.
Ztg. 1862, 320. 6 ) Fresenius, Zeitschr. f. analyt. Chem. 1865,
69. «) A. Streng, Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1864, 89. 7 ) Jordan,
Compt. rend. 76, 1086; Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1873, 345.