Eisen.
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Ganister, ausgestampft und der Hals mit feuerfesten Steinen ausgemauert.
Statt die Düsen in die Solde des Sturzofens einzusetzen,
bringt man sie neuerdings wieder an der Seite an, wie z.B. zuWednesbury,
wo acht Düsen, jede mit neun Oeffnungon, angewandt werden. l ) Die
Convertoren werden jetzt meist mit. hydraulischen Vorgelegen, doch oft
auch durch directe Dampfkraft bewegt. Wenn die Charge eingebracht
ist und der gepresste Wind das Eisenbad gewaltsam durchbricht, finden
durch seine oxydirende Einwirkung heftige Reactionen in demselben
statt, die sich auch in dem Erscheinen von Flammen äusseren, welche
aus dem Halse hervorbrechen und als Kennzeichen für den Gang des
Processes benutzt werden. Diese sind natürlich bei verschiedenen
Eisensorten verschieden. Bei dem in England jetzt fast ausschliesslich
verarbeiteten Hämatit-Bessemereisen mit hohem Silicium- und
Kohlenstoffgehalt lassen sich folgende Perioden unterscheiden, die je nach
dem Hitzegrade gnd der Zusammensetzung des Roheisens, sowie der
Menge der eingeblasenen Luft, mehr oder weniger schnell verlaufen.
Die erste Periode von 5 bis 6 Minuten Dauer entspricht der Feinperiode
des grauen Roheisens im Puddelofen; während derselben strömt aus
dem Convertorhalse eine schwach leuchtende, röthlich-braune bis gelbe
Flamme mit vielen in brillantem Lichte strahlenden Funken, herrührend
von verbrennendem Silicium und mit dünnem Rauche. Dann tritt die
zweite oder Kochperiode von fast gleicher Dauer ein, während welcher
unter stürmischer Oxydation des grössten Theiles von « Kohlenstoff und
Verbrennung von Mangan und Eisen bei häufigeren Explosionen, die
Flamme stark leuchtend und : rauchend ist. Die Intensität des Leucbtens
lässt dann langsam nach und in der ebenfalls einige Minuten dauernden
dritten oder Entkohlungsperiode zeigt die Flamme viele bunte Farben,
namentlich an den Rändern, in violetten, grünlichen und bläulichen
Nuancen; gegen das Ende nimmt die Masse der Flamme rasch
ah und hört plötzlich auf. In dieser Periode ist der Rest von «Kohlenstoff
verbrannt und das Metall in das Stadium von weichem, meist verbranntem,
Schmiedeeisen getreten; in dem jetzt ruhigen Bade befindet es
sich jedoch in höchst dünnflüssigem Zustande. Darauf wird der Converter
zurückgekippt, der Wind abgesperrt und zur Rückkohlung schnell
5 bis 10 p.C. geschmolzenes Spiegeleiscn eingelassen, dann mit wieder
angelassenem Winde nochmals auf und nieder gekippt, worauf die
Charge, nach etwa 20 bis 24 Minuten im Ganzen, zum Giessen fertig
ist. Mit dem Einbringen des Spiegeleisens erscheint nochmals eine
Flamme, die von der Reaction des «Kohlenstoff auf absorbirten Sauerstoff
in dem Metallbade herrührt. Durch den Zusatz von Spiegeleisen,
welches einen vorher ermittelten Gehalt von «Kohlenstoff hat, jvird
B Preuss. Zeitschr. f. Rerg-, Hütten- und Salinenw. 1866, XIXI, 193;
Dingl. pol. J. CLXXXII, 176.