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Full text: Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 20

Eisen. 
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suchung folgende vergleichende Zeitangaben 4 ). Es zeigte sich von 
0 bis 4 Minuten: keine Flamme, nur Metallfunken und ein schwaches 
continuirliches Spectrum; von 4 bis 6 Minuten: eine kleine, spitze Flamme 
mit hellen Blitzen der gelben Natriumlinie; 6 bis 8 Minuten: unstäte 
Flamme mit Explosionen im Ofen, das Spectrum wird hell, die Natrium 
linie constant, die rothe Lithiumlinie und beide violette Natriumlinien 
zeigen sich; 8 bis 10 Minuten: bei hellerer, dichterer Flamme zeigen 
sich helle Kohlenstofflinien im Roth, Grün und Blau; 10 bis 14 Minuten: 
die Flamme ist hell, aber weniger dicht und die Kohlenstofflinien im 
Grün werden deutlicher; 14 bis 16 Minuten: die Flamme wird weniger 
hell und klein, die Kohlenstofflinien im Grün werden undeutlicher; 
16 bis 18 Min.: die Flamme verschwindet, die hellen Kohlenstofflinien 
im Grün hören plötzlich auf und das Spectrum ist wieder continuirlich. 
Hiernach, erstreckte sich die erste Periode von 0 bis 8 Minuten, die 
zweite von 8 bis 14 und die dritte von 14 bis 18 Minuten der 
Chargendauer. Auch von Li eiegg 2 ) beobachtete das Bessemer-Spectrum 
zu Graz, und fand schon in der ersten Periode die Linien des Natrium, 
Lithium und Kalium, während der zweiten mehrere Liniengruppen 
zwischen der gelben Natrium- und der blauen Strontiumlinie und zwar 
im Grünliehgelb drei Linien, von denen die letzte die hellste, dann im 
Grünlichblau vier, von denen die vorletzte die hellste war, endlich im Blau 
vier gleich helle Linien, während im Violett nur die Kaliumlinie sichtbar war. 
Er glaubt diese Gruppen von Linien dem Kohlenstoff zuschreiben 
zu müssen. Ebenso hält Snelus die Linien für Kohlenstoff linien, welche 
beider oben erwähnten Gasuntersuchung zwischen 8 bis 10 Minuten hell 
im rothen, blauen und grünen Felde, dann zwischen 10 bis 14 Minuten 
noch holler und deutlicher im Grün auftraten und von 14 Minuten bis 
Schluss allmälig verschwanden. 
In dem Bossemerspectrum zu Neuberg, wo das Roheisen ziemlich 
viel Mangan enthält, fanden aber Brunner und von Lichtenfels 3 ) im 
Grün und Blau auch mehrere dem Mangan angehörende Linien, und 
da dasselbe nur als Metalldampf ein Spectrum giebt, so muss noch so lange 
« Kohlenstoff vorhanden sein, so lange dieser erscheint, daher das Mangan 
als Indicator für die Anwesenheit von cc Kohlenstoff dient. Beibesondeis 
manganreichen Chargen treten nun diese Manganlinien noch viel charak 
teristischer auf und ein Theil der für Kohlenstoff linien gehaltenen gehören 
diesem Metalle an 4 ). Es zeigen sich dabei die folgenden Erscheinungen. 
Erste Periode: Spectrum schwach und continuirlich mit Funken, wild 
bald heller und zeigt in Gelb hell Natrium, das durch den ganzen I io- 
’) Koscoe, Chem. News 1871, Nr. 582, 25. ä ) v. Lielegg, Oesterr. 
Ztsclir. f. Berg- u. Hüttenwi 1867, Nr. 12. s ) Brunner und v. Lich 
te nfels, Oesterr. Ztschr. f. Berg- u. Hüttenw. 1869, Nr. 2. 4 ) Engineering 
1872, Febr., 78.
	        
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