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Full text: Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 20

Kalidüngmittel. 391 
Arbeiten sind nun von Rimpau auf seinen sogenannten Moordanimcul- 
turen in der genialsten Weise direct auf die grosse landwirtschaft 
liche Praxis übertragen worden. Die von Rimpau hierfür benutzten 
Moorflächen bestehen aus sogenanntem Grünlandsmoor, flachen 1 bis 
1-6 m mächtigen Moorschichten, mit Sanduntergrund. Eine Analyse 
dieser Moorböden ergab, dass dieselben lufttrocken enthielten: 
Wasser (bei 140° C.) 
Organische Substanz (Glühverlust) . • • • / • 
Mineralsubstanz, Reinasche ’ ~ l ° 
100-00 
Von der organischen Substanz war: 
Stickstoff ^ 
von den 23 52 Mineralstoffen waren: gg 
in Salzsäure unlöslich . 
in Salzsäure löslich 
hierin v „ . . 3-580 
T 0-085 
0-272 
Phosphorsäure 
Trotz des hohen, nicht nur den besten Ackerboden, sondern selbst den 
Stallmist vielfach übertreffenden Stickstoffgehaltes ) und des vo ig 
ausreichenden Phosphorsäuregehaltes war dieses Moor Jer nahezu un 
fruchtbar, weil es zu wenig Kali und Magnesia ent ie . 
düng der Brandcultur wäre es möglich gewesen den 8“ 11 8 
Kaligehalt soweit zu concentriren, dass für einige a re sc wuc ie 
Ernten zu erzielen gewesen wären, jedenfalls a ber hatte man den 
Boden nach kurzer Nutzung wieder Jahre lang iiac leg ,i ; 
müssen und ihn im Laufe der Zeit ebenso todt gebrannt, wie dies in 
Ostfriesland vielfach geschehen ist. - Dass der werthvolle hohe Stick 
stoffgehalt des Moorbodens beim Brennen eine entsprechende Verwer- 
thung überall nicht gefunden hätte, ist selbstverständlich 
Rimpau verbessert nun bei seinem System der Moorbewirthschaf- 
tung zunLst die physikalische Beschaffenheift des Bodens indem ei 
das Moor durch tiefe Gräben trockenlegt und es dabei mit einer a s 
den Gräben entnommenen Sandschicht von etwa Wem Starke bedeckt 
hierdurch wird erreicht 1. eine Verdichtung des Moorbodens ^ en e 
geringere Ausstrahlungfähigkeit desselben und damit eine Verbinde 
0 100 Theile St«“finZ°silli’ üBge«hWm “ 
stanz 24-6, davon Stickstoff • :lnre nocll wesentlich höher ist, als 
deren Gehaltan Stickstoff um P ^ Ne ssler im Jahresbericht für 
der der Cunrauer. b. u. a. Analysen 
Agr iculturch emie 1870, 1871.
	        
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