Nickel und Kobalt. 869
Resultat ergeben; die Abnutzung dieser Lager war allerdings bedeutend
geringer als die von Lagern aus gewöhnlicher Bronze, durch
den Zusatz von Nickel zur Axenlagerbronze wurde aber dieselbe so
entschieden spröde, dass solche Nickelbronzelager bei sehr geringen
Stössen leicht zerbrachen und daher bei Eisenbahnwaggons und bei
Maschinen, die Stösse auszuhalten hatten, nicht zur Verwendung kommen
konnten.
Nickellegirungen als Geschützmetalle.
Ebenso haben ausgedehntere Versuche, durch Legirungen aus
Nickel und Kupfer oder aus Nickel, Kupfer und Zinn die gewöhnliche
Geschützbronze vortheilhaft zu ersetzen, zu keinen günstigen Resultaten
geführt. Die Legirungen aus Kupfer und Nickel ohne Zinn sind zwar
constante Legirungen, d. h. sie trennen sich bei langsamer Abkühlung
nicht in zwei oder mehrere Legirungen von verschiedenen Zusammensetzungen,
wie es die gewöhnliche Geschützbronze thut, es war jedoch
nicht möglich, mit diesen zwei Metallen, in verschiedenen Proportionen
verbunden, eine Legirung zu erhalten, die für Geschützzwecke anwendbar
gewesen wäre; bei niedrigem Nickelgehalte, bis zu 10 p. C., wurde
die für Geschützzwecke nöthige Härte und Elasticität nicht erreicht,
bei höherem Nickelgehalte war es dagegen, wegen Gasabsorption der
schmelzenden Legirung, unmöglich, hinreichend compacte Stücke durch
den Guss zu erlangen; die Gussstücke enthielten bis 10 p. 0. Hohlräume.
Durch Zusatz von Nickel in verschiedenen Proportionen zur
Geschützbronze wurde zwar die Härte derselben etwas erhöht, im
Uebrigen aber die Geschützbronze keineswegs verbessert.