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Gruppe III. Chemische Industrie.
Reeller Metallwerth nach den
Metallpreisen von
1874. 1860.
Deutsches Nickelgeld 444 g = 3'00 Rmk. 1*82 Rmk.
Belgisches „ 641 „ = 4'36 „ 2'62
Sächsisches Kupfergeld l - 482Kg=3'00 „ 2’37
Französisches Bronzegeld 1'250 „ — 2’50 „ 2’00 „
Als Nachtheil der Nickelmünzen könnte angeführt werden, dass
in Folge der Fluctuationen im Handelswerthe des Nickels der reelle
Werth dieser Scheidemünzen ziemlichen Schwankungen unterworfen
ist. Diese Werthschwankungen können jedoch nur in den Grenzen
bleiben, wie sie andere für Scheidemünzen verwendete Metalle bieten.
Es ist zwar eine Wertherhöhung des Nickels bei gesteigerter Nachfrage
möglich, was eine Erhöhung des reellen Werthes der Scheidemünzen
mit sich bringen würde, eine Werthverringerung unter eine
bestimmte Grenze ist jedoch unmöglich, denn ein geringster Preis z. B.
der von den Jahren 1860 bis 1865, ist durch das Vorkommen des
Nickels in den Erzen selbst bedingt, da unter einem bestimmten Verkaufspreise
des Nickels die Ausbeutung fast aller Nickelerzgruben und
die Verarbeitung der Erze auf Nickel bei dem jetzigen Standpunkte
der Wissenschaft unmöglich wäre.
Neben dem hohen reellen Werthe des Nickels sind die grosse
Härte seiner Legirungen und die Schwierigkeiten, die mit der Verarbeitung
derselben verbunden sind, speciell der jetzt allgemeiner für
Münzzwecke adoptirten Legirung aus 25 p. C. Nickel und 75 p. C.
Kupfer Hauptvortheile der Nickelmünzen. — Sie bilden die beste
Garantie gegen Nachahmungen, denn um eine Nickelgeldfalschmünzerei
nutzbringend zu machen, würden ganz bedeutende Capitalanlagen
nothwendig sein,* da die Darstellung der Nickelmüuzen nur mit aussergewöhnlich
kräftigen Maschinen möglich ist und überall, wo sie von
einem Staate eingeführt wurde, ein längeres, kostenbringendes Studium
der Art und Weise wie die Legirung zu verarbeiten sei erforderte.
Auf der anderen Seite bringt die grosse Härte der Legirung aus
Vj Nickel, V* Kupfer eine ungemein lange Dauer der Nickelmünzen
mit sich und beschränkt daher die Kosten, die dem Staate aus der
Umarbeitung abgenutzter Scheidemünzen erwachsen, auf ein Minimum.
Bei seit 10 bis 12 Jahren im Umlauf gewesenen belgischen Nickelmünzen
stellte sich die Abnutzung wie folgt heraus:
Mittel Maximum
bei 5-Centimesstücken 07 p. C. 2*5 p. C.
» 10 - » 0-38 „ 1-22 „
Die Gewichtstoleranz bei der Emission der Nickelmünzen war in
Belgien für die 5-Centiiiiesstücke auf l 5 /io P- C., für die 10-Centimes-