Nickel und Kobalt. 875
licher Menge ab, auf den Boden des Nickelbades, und sind somit direct
für die Vernickelung nutzlos.
Dauerhaftere und gleich gut wirkende Elektroden erhält man,
wenn man dem Nickel, um es leichter schmelzbar und giessbar zu
machen, eine geringe Menge Phosphor (V2 p. 0. genügt) zusetzt.
F. Stolba 1 ) schlägt für die Vernickelung durch Ansieden ein Bad aus
neutralem Chlorzink mit einer neutralen Nickellösung vermischt vor,
in welches, nachdem es zum Kochen erhitzt worden ist, die zu vernickelnden
Gegenstände zugleich mit kleinen Zinkstückchen gebracht werden. —
Bei längerem Ansieden giebt dieses Verfahren ziemlich haltbare Nickelüberzüge.
Kobalt.
Rinman’sches Grün.
Betreffs des Kobalts ist der Verwendung des Chlorroseokobaltiaks
(Co2 Clj 5 N H 3 ) für die Darstellung des Rin man’sehen Grüns zu
gedenken.
Chlorroseokobaltiak wird, je nach der Farbenintensität, die
gewünscht wird, mit Zinkweiss in wechselnden Mengen vermischt und
das Gemisch bei schwacher Rothgluth erhitzt so lange noch Chlorzinkdämpfe'entweichen.
Man erzielt auf diese Weise ein lockeres, besser
deckendes Product und bei gleichem Kobaltgehalte von etwa der
doppelten Farbenintensität als durch die Darstellung dieses Grüns
nach den älteren Methoden. .
Fleitmann 2 ) in Iserlohn benutzt das Kobaltoxyd zu einer sehr
bequemen Methode Sauerstoff aus Chlorkalk darzustellen, indem er
eine ganz geringe Menge Kobaltoxyd mit Chlorkalklösung bis
70°C. erwärmt, wobei das Kobaltoxyd als Vermittler allen im Chlorkalk
enthaltenen Sauerstoff austreibt. Vergleiche den Aufsatz von
Dr. Oppenheim S. 6 dieses Berichtes.
Die Auszeichnungen für Nickel- und Kobalterze auf der Wiener
Weltausstellung, sowie für das Ausbringen der Metalle aus denselben
sind unter Gruppe I „Bergbau und Hüttenwesen“ vermerkt. Vergl.
auch die Auszeichnungen für „chemische Präparate“.
J ) Stolba, Dingl. pol. J. CCI, 145. 2 ) Fleitmann, Dingl. pol. J.
CLXXVII, 157.