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MAK

Full text : Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 20

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Gruppe  III.  Chemische  Industrie.
die  volumetrische  Probe  Galletti’s 1 )  mit  Ferrocyankalium;  von
Schwarz 2 )  mittelst  xanthogensauren  Kaliums;  von  Tamm 3 )  mittelst
Schwefelcyankaliums;  von  Rumpler 4 )  mittelst  Jodkaliums  und  Kupferoxyds ­
  und  Titriren  des  neben  Kupferjodür  ausgeschiedenen  freien  Jodes
durch  unterschwefligsaures  Natrium,  ein  bereits  früher  von  de  Haen
und  Schwarz  angegebenes  Verfahren  ;  nach  Weil 5 )  durch  Versetzen
einer  grüngefärbten  Kupferchloridlösung  mit  titrirter  Zinnchlorürlösung
bis  zum  Farbloswerden;  bei  einem  Eisen-  und  Nickelgehalt  wird
das  Kupfer  durch  Zinkplatin  metallisch  ausgefällt,  aufgelöst  und
mittelst  Zinnchlorürs  titrirt.  Balling 6 )  erhielt  mit  dieser  Probe  gute
Resultate  und  hat  Tabellen  aufgestellt,  aus  welchen  man  nach  den  verbrauchten ­
  Zinnehlorürmengen  den  Gehalt  an  Kupfer  und  Halbschwefelkupfer ­
  ersehen  kann.
Kupfergewinnung.  In  der  Kupfergewinnung 7 )  sind  seit  der
letzten  Ausstellung  in  London  1862  wichtige  Fortschritte  gemacht
worden,  und  zwar  beim  trockenen  Process  sowohl,  als  auch  beim
nassen.
Trocken  eProcesse.  a)F  ortschritte  hinsichtlich  der  R  ö  s  t  u  n  g  von
Erzen  und  Lechen.  Man  ist  bestrebt  gewesen,  die  beim  Rösten  sich  entwickelnde ­
  schweflige  Säure  mittelst  vervollkommneter  Röstapparate,  die
häufig  noch  eine  Ersparung  an  Brennmaterial  und  Zeit,  sowie  eine  vollständigere ­
  und  gleichmässigere  Abröstung  zulassen,  für  die  Schwefelsäurefabrikation ­
  nutzbar  und  somit  für  die  den  Röststätten  benachbarte
Vegetation  unschädlich  zu  machen  (Ober-  und  Unterharz,  Mansfeld,
Ffeiberg,  Viviansche  Hütten  zu  Swansea  u.  s.  w.).  Für  Erze  in  Stückform ­
  haben  bei  grösserem  Schwefelgehalt  nach  oben  sich  erweiternde,
niedrige  Schachtöfen  (Kilns),  bei  schwefelärmeren  Substanzen  höhere
geradwandige  oder  nach  oben  zusammengezogene  Schachtöfen  (Kiesbrenner) ­
  immer  mehr  Eingang  gefunden.  Für  Erze  u.  s.  w.  in  Schliegform,
  welche  auch  durch  Einbinden  in  Klebmittel,  als  Thon,  Kalk,  Vitriolmutterlaugen ­
  u.  s.  w.,  in  Stückform  (Stöckelbildung)  gebracht  werden
können,  ist  das  Princip  der  Staubstromröstung  s )  besonders  in  den
verbesserten  Röstöfen  von  Gerstenhöfer 9 ),  Stetefeldt 10 ),  Hasenclever-Helbig
 11 )  weiter  ausgebildet.  (Vergleiche  auch  den  Aufsatz

4 )  Galetti,  Berg-  u.Hüttenm.  Ztg.  1869,  362.  , 2 )  Schwarz,  ebend.,  1869,
19,  302.  3 )  Tamm,  Chem.  News,  1871,  24,  91.  4 )  ßümpler,  Journ.  f.  prakt.
Chem.  CV,  193.  5 )  Weil,  Dirgl.  pol.  J.  CXCVI,  464.  Fresenius’  Ztsclir.  1870,
9.  Jahrg.,  303.  6 )  Balling,  Oesterr.  Zeitschr.  f.  Berg-  u.  Hüttenw.  1871,  Nr.
17.  Berg-  u.  Hüttenm.  Jahrb.  der  Bergakademien  zu  Pribram,  Leoben  u.  s.  w.
XX.  Prag  1872.  7 )  Kerl,  Grundr.  d.  Metallhftttenkunde.  Leipzig  1873.  105.
8 )  Wagn.  Jahresber.  1868,  114.  9 )  Gerstenhöfer,  in  Bode:  Die  Schwefelsäurefabrikation, ­
  Berlin  1872,  44.  Berg-  u.  Hüttenm.  Ztg.  1872,  315.
10 )  Stetefeldt,  Berg-  u.  Hüttenm.  Ztg.  1868,  14,  185,  347;  1870,  10,  155,
181,  184,  426,  447,  448;  1871,  42,  183;  1872,  25.  n )  Hasencleyer-Helbig,
Berg-  u.  Hüttenm.  Ztg.  1871  ,  182;  1873,  16.
            
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