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Full text: Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 20

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Kupfer. 
Wasser löst [Bischofs Process 1 ), Hauch’s Verfahren zu Schmöllnitz 2 ), 
Krassinsky’s Verfahren 3 ) des Kostens mit Schwefelkies und Wasser 
dampf, Auslaugen der Sulfate, Zusatz von Kochsalz, Auskrystallisiren- 
lassen von Glaubersalz und Fällen des Kupfers aus der Mutterlauge 
durch Kalk; Monnier’s Process 4 ), Rösten geschwefelter Erze mitSoda, 
Auslaugen, Auskrystallisirenlassen erst von Glaubersalz aus der abge 
dampften Lösung, dann von Natronsalz enthaltendem Kupfervitriol aus 
der concentrirten Mutterlauge, Erhitzen des getrockneten Vitrioles bis 
zur Rothgluth, Weglaugen des Natronsalzes vom zurückbleibenden 
Kupferoxyd und metallischen Kupfer, Verwandlung des letzteren in Fein 
kupfer; Hunt’s Verfahren 5 ) im Wasserofen; Kernrösten zuAgordo 6 ) und 
Auslaugen der Rinden]. — Oder durch völliges Todtrösten werden die 
Schwefelmetalle in Oxyde verwandelt und aus diesen das Kupfer wie 
aus oxydirten Erzen und Producten (S. 886) ausgezogen [Extraction 
gerösteter Kupfersteine zu Braubach 7 ) mittelst Salzsäure, mittelst 
Schwefelsäure zu Freiberg 8 ), für gold- und kupferhaltige Leche aus 
Coloradoerzen 8 ), für Rückstände von der Entsilberung Schmöllnitzer 
Fahlrohkupfer ln ), für gold- und silberhaltige kiesige Kupfererze Ne- 
vada’s n )]. Seltener lässt man abgeröstete Kiese verwittern und 
laugt das dabei entstandene Kupfersulfat aus [Riotinto 12 ), Foldal 13 )], 
dagegen wird häufig das bereits früher von Orschall, Longmaid, 
Becchi und Haupt, Haehner, Schaffner, Phillips und Tennant 
empfohlene, neuerdings aber erst in England für Kiesrückstände der 
Schwefelsäurefabriken im Grossen ausführbar gemachte Chlorations- 
verfahren für arme Erze mit nicht über 6 Proc. Kupfer und geringem 
Schwefelgehalt zur Anwendung gebracht, wobei das Material mit Koch 
salz geröstet, dabei gebildetes Chlorkupfer seltener verflüchtigt und 
condensirt (Henderson’s Verfahren), als mit Wasser extrahirt und der 
noch kupferhaltige Rückstand (Kupferchlorür und Kupferoxyd) mit 
salzsäurehaltigem Wasser ausgelaugt wird, welches letztere durch Con- 
densation der beim Rösten entweichenden salzsauren Dämpfe in mit 
feuchtem Coke oder mit Chamottesteinen versehenen Thürmen erfolgt. 
Bei einem Antimon- und Arsengehalt der Erze ist die Säure sehr unrein 
(Verfahren für Kiesrückstände in England 14 ), für quarzreiche gold-, silber-, 
kupfer- und bleihaltige Erze der Matraer Gesellschaft 15 ), zu Ocker für die 
’) Bischof, Dingi. pol. J. CLXV, 31. 2 ) Hauch, Wagn. Jahresber. 163, 
153. s ) Krassinsky, Wagn. Jahresber. 1869, 136. 4 ) Moiinier, Berg- 
u. Hüttenm. Ztg. 1872, 403. 6 ) Hunt, Wagn. Jahresber. 1867, 111. e )Berg- 
u. Hüttenm. Ztg. 1862, 425; 1864, 104; 1865, 340. 7 ) Wagn. Jahresber. 
1866, 70. 8 ) Böhm. Ztg. 1865, 451; 1872, 72. 9 ) Ebend. 1864, 384. 
10 ) Ebend. 1866, 9. .») Ebend. 1871, 65. ia ) Ebend. 1862, 301; 1863, 200; 
1864, 399. ls ) Ebend. 1862, 129. u ) Wagn. Jahresber. 1868, 117; 1871, 
134; 1872, 153. Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1872, 147, 345. ls ) Berg- u. 
Hüttenm. Ztg. 1872, 50.
	        
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