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Kupfer.
Stadt, wo Kohle als ausschliessliches Brennmaterial dient, eine hellgrüne
Bronze unter diesen Umständen nicht bilden, so wird sie doch
selbst bei dunkler Farbe die übrigen Eigenschaften einer Patina, die
eigenthümlieh durchscheinende Beschaffenheit der Oberfläche, besitzen.
Auch Elster Q hat diesen Gegenstand weiter verfolgt. Durch Abwaschen
schwarz gewordener Statuen mit verdünnter Kalilauge hat man
die darunter vorhandene grüne Patina blossgelegt, indem sich in der
Lauge die organischen Substanzen lösen und vorhandenes basisch
schwefelsaures Kupfer etc. hervortritt. Priwoznik' 2 ) unterschied
in einem auf alter Bronze vorhandenen Ueberzuge drei Schichten, eine
äussere indigblaue von Einfach-Schwefelkupfer, die zweite schwarzgraue
von Halbschwefelkupfer; die dritte schwarze enthielt 2 3’2 Proc. Zinn
und die zufälligen Bestandtheile der Bronze, als Arsen, Antimon und
Nickel. — Riehe 3 ) hat Kupferzinnlegirungen auf ihre Dichtigkeit
untersucht und gefunden, dass dieselbe von der zinnreichsten Legirung
Sn 5 Cu bis zu der Legirung Sn Cu 2 ziemlich regelmässig, von da ab
aber plötzlich rasch zunimmt, um in Sn Cu 3 ihr Maximum zu erreichen.
Dann nimmt die Dichtigkeit ab bis zur Legirung Sn Cu.-,, steigt hierauf
wieder ziemlich regelmässig, jedoch derart, dass die Dichtigkeit der
kupferreichsten Legirung, Sn Cn 15 (Kanonenbronze mit 89 Proc. Kupfer),
noch geringer bleibt, als diejenige der Legirung Sn Cu 3 mit 65 Proc.
Kupfer, welche sich in allen ihren Eigenschaften, z. B. durch grosse
Sprödigkeit, krystallinisch körnige Structur, bläuliche Farbe, von den
übrigen Logirungen unterscheidet. Der Erstarrungsgrad der Verbindungen
Sn Cu 3 und Sn Cu 4 liegt zwischen dem Schmelzpunkte des Antimons
und dem Siedepunkte des Cadmiums. Alle Zinnkupferlegirungen,
ausser Sn Cu 3 und Sn Cu 4 , entmischen sich beim Erstarren, d. h. die
zuerst erstarrenden Quantitäten haben eine andere Zusammensetzung
als die im geschmolzenen Zustande verharrenden; indess ist diese Neigung,
sich zu entmischen, geringer als bei Legirungen von Kupfer und
Silber. Während Stahl beim Ablöschen an Dichtigkeit verliert, härter
wird und beim Anlassen das Volumgewicht wächst, so verhält sich
Bronze gerade umgekehrt, ihre Dichte nimmt beim Ablöschen zu, sie
wird dabei weicher und beim Erwärmen vermindert sich das Volumgewicht.
Durch Hämmern und Stoss verdichtet sich die Bronze beträchtlich,
Stahl wird durch Stoss kaum verändert. Diese Eigenschaften der
Bronze müssen bei Anfertigung musikalischer Instrumente, wie
sie die Chinesen unter dem Namen Gong-Gong und Tarn-tams mit
circa 20 Proc. Zinn- und 80 Proc. Kupfergehalt fabriciren, beachtet
werden. Das chinesische Verfahren, um das gegossene Metall dünn zu
machen, besteht darin, den Guss bei hoher Temperatur rasch unter
b Elster, Dingl. pol. J. CXCIX, 427. 2 ) Priwotznik, Dingl. pol. J.
CCIV, 483. s ) Eiche, Monit. scientific. 1869, 824.
Wiener Weltausstellung. III.
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