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Full text: Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 20

982 
Gruppe III. Chemische Industrie. 
Blei 55-0 61-3 69'2 
Antimon 22'7 18'8 19'5 
Zinn 22-1 20’2 9'1 
Kupfer — — 1'7 
Eine wesentliche Verbesserung der Schriftzeuge erreicht man schon, 
indem man 2 Kg Zinn in einem Tiegel unter Kohlenpulver stark erhitzt, 
1 Kg Kupfer in Blechschnitzeln zusetzt, 5 Kg Blei und endlich, nach 
starkem Erhitzen, 2 Kg Antimon hinzugiebt. Von der erhaltenen Legi- 
rung wird 1 Kg gewöhnlichem Schriftmetall zugesetzt, das aus 25 Kg 
Blei und 5 Kg Antimon legirt worden war. Je kälter das Schriftmetall 
vergossen wird, um so schärfer fallen die Lettern aus. 
Das Britanniametall, dessen Ansehen silh er ähnlicher als das 
des Zinns ist und das zur Anfertigung von Löffeln, Kannen u. s. w. 
vielfache Anwendung findet, besteht zumeist aus 90 p. C. Zinn und 
10 p. C. Antimon, ist auch zuweilen etwas kupfer- und zinkhaltig. Die 
Zusammensetzung desselben wie die anderer, ähnlicher Antimon- 
legirungen ist aus nachstehenden Analysen ersichtlich: 
Britannia- Plate Ashherry- Metal 
metall. pewter. Metall. argentin. 
Zinn 85‘7 8P9 
Antimon 10'4 16'2 
Kupfer l'O — 
Zink 2'9 1-9 
Wismuth — — 
89-3 77'8 85’5 
7-1 19-4 14-5 
1-8 — — 
— 2-8 — 
1-8 — — 
Weissguss, Antifrictionsmetall wird besonders zur Her 
stellung von Achsenlagern für Loeomotiven verwendet und besitzt wech 
selnden Antimongehalt. 
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 
Kupfer 7 11 5 8 5 3 6 — — — 
Zinn 82 74 85 80 85 91 82 — 20 42 
Blei ------- 84 60 42 
Antimon 11 15 10 12 10 6 12 16 20 16 
1. Westphälische Bahn; 2. Magdeburg-Halberstädter; 3. Saar 
brücken; 4. Bergisch-Märkische; 5. Mehrere Bahnen (sehr empfohlen); 
6. Magdeburg-Leipziger; 7. Rheinische; 8. Ostbahn; 9. Berlin-Ham 
burger; 10. Oppeln-Tarnowitz. 
Die Legirung zu Schiffsnägeln besteht aus 3 Thln. Zinn, 
2 Thln. Blei, 1 Thl. Antimon. 
Dullo 1 ) empfiehlt das Antimon seiner Unveränderlichkeit an der 
Luft halber zum Ueberziehen von Metallen. 64 g butterartiges 
*) Dullo, Deutsche ill. Gewerbeztg. 1865, No. 2; Dingl. pol. J. CLXXVI, 
78; Wagn. Jahresber. 1865, 211.
	        
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