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Gruppe III. Chemische Industrie.
Letztere sitzt besonders fest auf dem stark gefurchten Holzkörper
auf, und ist es selbst nach längerem Kochen mit Wasser oder verdünnten
alkalischen Laugen noch schwer, dieselbe vollständig abzustreifen.
Die zur Zeit der Hopfenernte (in Kent) eingesammelten Hopfenreben
enthalten 24'3 p. C. Wasser (nachdem sie längere Zeit an der Luft
gelegen 12'8p.C. Wasser), und liefern in diesem Zustand 30'2p.C. rohe
bei 100° getrocknete Bastrinde und 43'2p. C. bei 100° getrockneten
Holzkörper.
Diese Bastrinde enthält eine reichliche Menge einer sehr kräftigen
und geschmeidigen Bastfaser, welche gewiss schon längst eine industrielle
Yerwerthung gefunden hätte, wenn ihre Abscheidung mit weniger
Schwierigkeit verknüpft wäre. Diese Faser ist nicht verholzt und
lässt sich ohne grosse Mühe aus der abgelösten Bastrinde in vollkommen
gebleichtem Zustand erhalten. Die Menge derselben beträgt 44’6 p. C.
der Bastrinde, also 13'3p. C. der frischen Rebe.
Diese Ausbeute wäre nun an und für sich für die Papierfabrikation
zu gering, selbst dann, wenn es gelingen würde, die Bastrinde auf eine
leichtere Weise von dem Holzkörper zu trennen. Es gingen daher fast
alle bis jetzt in dieser Richtung gemachten Versuche darauf hinaus,
gleichzeitig mit der Bastrinde auch den Holzkörper, d. h. die ganzen
Hopfenstengel auf Papierfaser zu verarbeiten, und dieses ist eine Aufgabe,
deren praktische Lösung wohl kaum zu erwarten steht.
Der Holzkörper der Hopfenrebe, obgleich sehr zähe und porös,
besteht in Wirklichkeit aus vollkommen entwickeltem Holzgewebe,
welches, um es auf chemischem Wege zu zerfasern, ganz dieselbe Behandlung
wie ,die eigentlichen Holzarten voraussetzt.
Versucht man daher Hopfenreben etwa in derselben Weise wie
das Stroh aufzuschliessen, so ergiebt sich, dass weder die Menge des
Alkalis noch die Temperatur ausreichen, und selbst bei Anwendung
der dreifachen Menge von Natron und einer Temperatur von 160° ist
die Zerfaserung noch unvollständig, obgleich nach dieser Behandlung
die Holzfaser schon beträchtlich an Festigkeit verloren hat.
Dieses Verhalten lässt schliessen, dass im Holzgewebe der Hopfenreben
die Intercellularsubstanz nur sehr wenig entwickelt ist und daher
die vollständige Isolirung der Zellen erst mit der beginnenden Zerstörung
der Zellenmembran selbst eintreten kann.
Als eine weitere sehr unvortheilhafte Eigenthümlichkeit der Hopfenrebe
ist noch zu erwähnen, dass dieselbe eine beträchtliche Menge eines
Körpers enthält, welcher sich äusserst leicht und besonders durch
die Mitwirkung der Alkalien in eine dunkele fast schwarze Substanz
verwandelt, welche zum Theil besonders dem Holzgewebe fest anhaftet
und selbst bei Anwendung grosser Mengen von Bleichmitteln nur
schwierig und langsam entfernt werden kann.
Zieht man nun in Betracht, dass selbst unter den günstigsten