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MAK

Full text : Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 21

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Gruppe  III.  Chemische  Industrie.
Weit  zweckmässiger  haben  sich  die  Kühlvorrichtungen,  welche  auf
dem  Princip  des  Liebig’schen  Kühlers  beruhen,  erwiesen.  Der  bekannteste ­
  Apparat  dieser  Art  ist  der  Nägeli’sche  Röhrenkühler,  welcher ­
  aus  einem  engeren  inneren  Rohre,  in  welchem  die  Maische  abwärts, ­
  und  einem  weiteren  äusseren,  in  welchem  das  Kühlwasser  aufwärts
fliesst,  besteht.  Da  zum  Kühlen  der  Maische  auf  Grährtemperatur  per
Liter  Maischraum  l 1 /^  bis  21  Kühlwasser  erforderlich  sind,  so  eignet
sich  allerdings  eine  solche  Anlage  nur  für  Brennereien,  welche  Ueberfluss
  an  kaltem  Wasser  haben.
Dasselbe  ist  in  noch  höherem  Maasse  der  Fall  bei  denjenigen  Vorrichtungen, ­
  durch  welche  das  Abkühlen  der  Maische  in  dem  V  onuaischbottich
  (System  Hampel)  erreicht  werden  soll;  der  Vormaischbottich
wird  zu  diesem  Zwecke  aus  Metall  mit  doppelten  Wandungen  hergestellt ­
  und  mit  einem,  kaltes  Wasser  führenden,  Rührwerke  versehen.
Bei  dem  Henze’schen  Apparat  ist  übrigens  ein  solcher  Vormaischbottich ­
  mit  Wasserkühlung  unbedingtes  Erforderniss,  um  die  mit  hoher
Temperatur  aus  dem  Dämpfer  kommende  Kartoffelmasse  zunächst  auf
Maischtemperatur  abzukühlen.

III.  Destillirapparate.
Der  Apparat,  welcher  in  Deutschland  zur  Destillation  der  Kartoffelmaischen ­
  als  der  geeigneteste  durch  die  Praxis  befunden  wurde,  ist  der
Pistorius’sche  Beckenapparat,  mit  dem  von  Bollmann  angegebenen ­
  säulenförmigen  Arrangement  der  Blasen  und  des  Vorwärmers;  in
neuester  Zeit  geht  man  jedoch  allgemein  zu  dem  Princip  des  continuirlichen
  Colonnenapparates  über.
Die  zur  Destillation  von  dünneren  Maischen  von  Savalle  constrnirte
  Colonne  ist  für  die  Destillation  von  Dickmaischen  durch  Nöhring,
  Krause,  Reimann,  Nägeli,  Römer  und  Andere  modificirt
worden  und  hat  sich  in  den  letzten  Jahren  in  Brennereien  mit  grösserem ­
  Betriebe  vollkommen  bewährt.
Die  Destillationscolonne  (neben  derselben  enthält  der  Apparat
auch  eine  Rectificationscolonne)  besteht  aus  einem  System  von
übereinandergestellten,  flachen  Blasen,  in  deren  oberste  die  Maische
einfliesst  und  von  Blase  zu  Blase  in  continuirlichem  Strome  herabsteigt, ­
  während  der  Dampf,  von  unten  einströmend,  sich  successive
durch  die  in  allen  Blasen  befindliche  Maische  hindurchdrängen  muss
und  so  ein  Fortführen  der  Alkoholdämpfe  bewirkt.
Die  untere  Blase  (oder  eigentlich  nur  Abtheilung  der  Destillationssäule) ­
  ist  grösser  als  die  übrigen  (circa  63  cm,  während  die  oberen  eine
Höhe  von  nur  21cm  haben)  und  dient  dazu,  durch  direeten  Dampf  die
Maische,  welche  bereits  sämmtliche  obere  Abtheilungen  der  Colonne
            
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