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Die Bereitung des Weines.
10 bis 15 Hl, aus welchen der Wein glas- und flaschenweise ver-
zapft wird.
Seitdem man weiss, dass die schädliche Wirkung der Luft vorzugs
weise durch kleine Pilze gleichsam vermittelt wird, wendet man Appa
rate an, welche bei dem noch gähnenden Wein die Kohlensäure ent
weichen, aber die atmosphärische Luft nicht eindringen lassen. Man
erreichte dies durch sogenannte Gährtrichter, Gährspunden, Gährröhren
in welchen die Luft durch Wasser abgeschlossen wird.
Bei Wein im Verzapf stellte man sich die Aufgabe, die Luft, welche
beim Ablassen von Wein eindringen muss, dadurch von den Keimen
jener Pflänzchen zu reinigen, dass man sie durch Kugelröhren ähnlich
den Sicherheitsröhren oder andere im Spund befestigte Apparate leitet,
welche Weingeist oder auch Baumwolle enthalten. Es ist indess ganz
klar, dass das Abhalten der Keime jener Pflänzchen nicht die alleinige
ja nicht einmal die wesentlichste Aufgabe dieser Apparate sein darf,
wenn sie überhaupt von erheblicherem Nutzen sein sollen. Der Most und
der Wein kommen so vielfach mit Luft in Berührung, dass sie wohl in
den meisten Fällen oder immer die Keime solcher Pflänzchen enthalten;
dieselben werden sich entwickeln, sobald die äusseren Verhältnisse hierzu
günstig sind. Füllt man eine Flasche mit Wein, auf welchem seiner
Zusammensetzung nach überhaupt Mycodermen entstehen können, ver
korkt die Flasche und lässt sie aufrecht stehen, so bilden sich ganz all
gemein Mycodermen an der Oberfläche des Weines, wenn auch der Kork
so dicht ist, dass ein Eindringen von Keimen nicht angenommen wer
den kann. Jedenfalls werden all die vorgeschlagenen Apparate nicht
im Stande sein, die Keime der Mycodermen besser abzuhalten , als ein
guter Kork, um so mehr, als beim Ablassen von Wein aus einem Fasse
grosse Mengen Luft in verhältnissmässig kurzer Zeit durch jene Appa
rate gehen. Legt man eine Flasche Wein so, dass der Kork immer
nass bleibt, so bilden sich keine Mycodermen; offenbar deshalb, weil
die Diffusion der Gase in und der Luft ausser der Flasche aufgehoben
] st, während sie durch den trocknen Kork der stehenden Flasche statt
findet. Eine Berechnung zeigt uns denn auch, dass die Abnahme an
Weingeist im Wein durch Mycodermen nur eine geringe sein kann,
wenn das Gefäss selbst zu einem Viertel mit Luft gefüllt ist, aber eine
Diffusion der Gase nicht stattfindet.
Der Hectoliter Luft wiegt bei 0° und 76 cm Barometerstand
129-32 g und enthält 29'8 g Sauerstoff. 23 Thle. Weingeist brauchen
aber, um verbrannt zu werden, zu Kohlensäure 48, zu Essigsäure 16 Thle.
Sauerstoff. Sind in einem Fass, das 4 Hl hält, nur 3 Hl Wein, bleibt
also der Raum von 1 Hl mit Luft gefüllt, so können, wenn aller Sauer
stoff der Luft im Fass verwendet wird, 14'28 g Weingeist zu Kohlen
säure oder 42 - 84 g Weingeist zu Essigsäure verbrannt werden. 3 Hl
Wein wiegen bei 6° Oechsle 298'2Kg und enthalten bei 8 p. C. 23 - 8Kg
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