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Die Bereitung des Weines.
fraglich auftreten, obschon der Wein früher Gerbstoff und Eisen enthielt
und zwar ist um so mehr Gerbstoff nöthig, je mehr Wein- oder
Aepfelsäure in der Flüssigkeit enthalten ist. Aus folgendem Versuch
ist dies ersichtlich:
Einer Lösung von citronsaurem Eisenoxyd und von verschiedenen
Mengen Weinsäure wurde nach und nach Gerbstofflösung zugesetzt, bis
eine annähernd gleiche schwarze Färbung eintrat. In Folgendem ist in
Grammen der Gehalt an Eisen und an Weinsäure in der Lösung und
die Menge Gerbstoff angegeben, die zum Hervorrufen der schwarzen
Farbe nöthig war.
Gehalt in 40 cbcm Lösung von
Eisen Weinsäure Nöthi « e Men 8 e
Gerbstoff
0-002 O'OO 0-005
0-006 0-10 0-036
0-006 0-20 0-048
0-006 0-30 0-066
0'006 0'40 0-072
Fast in allen Weinländern findet man Leute, welche glauben, dass
man durch ein Ei die Verfälschung eines Weines nachweisen kann,
indem die Eierschale bei verfälschtem Weine schwarz werde, bei unverfälschtem
nicht. Es ist nun selbstverständlich, dass dies Schwarzwerden
eintritt, weil die Säure, welche das Schwarzwerden bis dahin
verhinderte, durch den Kalk der Eierschale neutralisirt wird. Ich führe
jene Annahme nur deshalb hier an, weil sie ausserordentlich verbreitet
ist.
Diese Krankheit des Weines kann dadurch entfernt werden, dass
man entweder Weinsäure zusetzt oder den Wein mit Hausenblase, Leim
oderEiweiss schönt und hierdurch schon entstandenes gerbsaures Eisenoxyd,
aber auch Gerbstoff, entfernt, der zum Schwarzwerden beitragen
würde.
6. Trübsein des Weines und Schönen desselben.
Wir haben schon verschiedene Ursachen kennen gelernt, durch
welche Weine trüb bleiben, oder, wenn sie klar waren, wieder trüb
werden können. Ich erinnere nur an die Einwirkung der Luft auf den
Wein und an das Entstehen kleiner Pflänzchen, die wir beim Schwächerund
Sauerwerden, dem Umschlagen und dem Zähwerden des Weines
besprochen haben. Endlich kann bei zuckerhaltigem Wein wieder Gährung,
also Hefebildung, eintreten. All’ diese Pilze verursachen zuweilen
ein Trüb werden des Weines; selbst auch jene, die an der Oberfläche