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Die Bereitung des Weines.
sich zersetzen und zum Verderben des Weines Veranlassung geben kann.
Es ist dies noch viel mehr der Fall beim Obstwein, der, wie erwähnt,
nur 3Y 2 bis 5 p. C. Weingeist enthält. Es kommt deshalb, selbstverständlich
in warmen Kellern mehr als in kalten, häufig vor, dass schon
im ersten Sommer der Obstwein eben durch die Fitulniss der Hefe vollständig
verdirbt.
Die Aufgabe, die Hefe als Quelle des Verderbens zu entfernen und
doch Kohlensäure im Wein zu erhalten, lässt sich nun mit Leichtigkeit
dadurch lösen, dass der Wein bald nach der Hauptgährung von
der Hefe abgelassen wird. Der Wein enthält jetzt noch 0‘4 bis 0'6p. C.
Zucker, der bei der Nachgährung wieder hinreichend Kohlensäure entstehen
lässt.
Johannis- und Stachelbeeren werden besonders in England in
ziemlich grosser Menge zu Wein verwendet. Sie enthalten zu wenig
Zucker und zu viel Säure, so dass man 1 Thl. Saft gewöhnlich mit
3 Thln. Zuckerwasser von etwa 30 p. C. Zucker vermischt.
In Beziehung auf Gährung, Einwirkung der Luft und der Wärme
sowie Krankheiten gilt in den meisten Beziehungen dasselbe, was beim
Traubenwein gesagt wurde.
Der bekanntlich aus Honig bereitete Meth war bei der Ausstellung
in Wien fast nur von Russland ausgestellt. Den Jurymitgliedern, die
an Traubenwein gewöhnt waren, wollte der Meth als ein süsses, bouquetloses,
ziemlich starkes Getränk nicht munden. Erwähnenswerth ist,
dass bei Meth von Petersburg der Preis von 5 Rubel, ja bei einer Flasche
aus dem vorigen Jahrhundert von 15 Rubel angegeben war.
Die Auszeichnungen für Weine auf der Wiener Weltausstellung
sind unter Gruppe IV „Nahrungs- und Genussmittel als Erzeugnisse
der Industrie“ vermerkt.