Bier.
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umgeleert und tritt über die unter der untersten Etage angebrachte
Absturzplatte als trocknes, gekeimtes oder gedarrtes Malz aus.
Je nach dem Zweck des Apparats ist unter den oben beschriebenen
Etagen, deren Dimensionen und Zahl sich nach der Menge des in bestimmter
Zeit zu behandelnden Gutes richten, ein Calorifer oder ein
Apparat zur Erzeugung von kühler, feuchter Luft angebracht. Bei der
Darre steigt die Luft zwischen den 5 cm von einander abstehenden
Rinnen, die aus durchbrochenem, geschlitztem Blech hergestellt sind,
auf, nimmt Wasserdämpfe mit und führt dieselben in den Dunstschlauch
ab. Ebenso nimmt die zwischen den eben so weit abstehenden, aber
nicht durchbrochenen Rinnen aufsteigende kühle Luft im Keimapparate
die sich bildende Kohlensäure auf.
Das Füllen der obersten Etage geschieht mittelst eines Wagens,
welcher so viele Fächer enthält, als die Etage Rinnen hat. Die Bewegung
des Mechanismus erfordert keine Dampfkraft und kann von einem
Knaben versehen werden.
Unmittelbar nach dem Darren ist die Trennung der Keime vorzunehmen,
weil diese schnell Feuchtigkeit anziehen und dann nicht nur
schwerer abzusondern sind, sondern auch die Feuchtigkeit bei längerem
Liegen auf das Malz übertragen. Die aus einem solchen Malze, insbesondere
wenn es blass ist, gebrauten Biere nehmen in der Gährung
einen unangenehmen Geschmack an.
Man hat früher die Keime vom Darrmalz durch Treten mit Holzschuhen
entfernt und das Malz durch eine gewöhnliche Getreideputzmühle
gereinigt. Jetzt geschehen diese Operationen durch Maschinen,
von denen jedoch eine ziemliche Anzahl den Anforderungen nicht entspricht.
Das gedarrte Malz ist nämlich mürbe und leicht zerbrechlich,
weshalb es durch die meisten Reinigungsmaschinen beschädigt oder in
kleine Stückchen gebrochen wird, welche nachher von den Würzelchen
nicht befreit werden können. Erfahrungsgemäss kann dadurch ein Verlust
bis zu 15 p. C. verursacht worden.
Eine vorzügliche Reinigungsmaschine, welche sich durch Solidität
und Einfachheit auszeichnet, ist vom Brauereiingenieur Ph. Lipps in
Dresden construirt. Dieselbe besteht aus einem liegenden eisernen
Cylinder von circa 0'6 bis 0'7 5 m Länge und 0'45 m Weite, in dessen
Achse eine eiserne Welle liegt, welche sich 26 Mal in der Minute herum -
dreht. Radial auf der inneren Fläche des Cylinders und ebenso auf
der Welle sind sehr flache linsenförmige, der Länge nach geriefte Eisenstäbe
so befestigt, dass beim Herumdrehen der Welle die Malzkörner
ähnlich wie zwischen lose gestellten Mühlsteinen oder wie zwischen
den zwei Handflächen gerieben werden. Dadurch, dass die Welle an
der Seite, wo das Malz zugeführt wird, sich in der Schlussplatte des
Cylinders dreht, an der entgegengesetzten Seite aber so durch die Platte
geht, dass zwischen beiden ein ringförmiger Zwischenraum von 6 bis
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