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MAK

Full text : Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 21

Bier.

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umgeleert  und  tritt  über  die  unter  der  untersten  Etage  angebrachte
Absturzplatte  als  trocknes,  gekeimtes  oder  gedarrtes  Malz  aus.
Je  nach  dem  Zweck  des  Apparats  ist  unter  den  oben  beschriebenen
Etagen,  deren  Dimensionen  und  Zahl  sich  nach  der  Menge  des  in  bestimmter ­
  Zeit  zu  behandelnden  Gutes  richten,  ein  Calorifer  oder  ein
Apparat  zur  Erzeugung  von  kühler,  feuchter  Luft  angebracht.  Bei  der
Darre  steigt  die  Luft  zwischen  den  5  cm  von  einander  abstehenden
Rinnen,  die  aus  durchbrochenem,  geschlitztem  Blech  hergestellt  sind,
auf,  nimmt  Wasserdämpfe  mit  und  führt  dieselben  in  den  Dunstschlauch
ab.  Ebenso  nimmt  die  zwischen  den  eben  so  weit  abstehenden,  aber
nicht  durchbrochenen  Rinnen  aufsteigende  kühle  Luft  im  Keimapparate
die  sich  bildende  Kohlensäure  auf.
Das  Füllen  der  obersten  Etage  geschieht  mittelst  eines  Wagens,
welcher  so  viele  Fächer  enthält,  als  die  Etage  Rinnen  hat.  Die  Bewegung ­
  des  Mechanismus  erfordert  keine  Dampfkraft  und  kann  von  einem
Knaben  versehen  werden.
Unmittelbar  nach  dem  Darren  ist  die  Trennung  der  Keime  vorzunehmen, ­
  weil  diese  schnell  Feuchtigkeit  anziehen  und  dann  nicht  nur
schwerer  abzusondern  sind,  sondern  auch  die  Feuchtigkeit  bei  längerem
Liegen  auf  das  Malz  übertragen.  Die  aus  einem  solchen  Malze,  insbesondere ­
  wenn  es  blass  ist,  gebrauten  Biere  nehmen  in  der  Gährung
einen  unangenehmen  Geschmack  an.
Man  hat  früher  die  Keime  vom  Darrmalz  durch  Treten  mit  Holzschuhen ­
  entfernt  und  das  Malz  durch  eine  gewöhnliche  Getreideputzmühle
  gereinigt.  Jetzt  geschehen  diese  Operationen  durch  Maschinen,
von  denen  jedoch  eine  ziemliche  Anzahl  den  Anforderungen  nicht  entspricht. ­
  Das  gedarrte  Malz  ist  nämlich  mürbe  und  leicht  zerbrechlich,
weshalb  es  durch  die  meisten  Reinigungsmaschinen  beschädigt  oder  in
kleine  Stückchen  gebrochen  wird,  welche  nachher  von  den  Würzelchen
nicht  befreit  werden  können.  Erfahrungsgemäss  kann  dadurch  ein  Verlust ­
  bis  zu  15  p.  C.  verursacht  worden.
Eine  vorzügliche  Reinigungsmaschine,  welche  sich  durch  Solidität
und  Einfachheit  auszeichnet,  ist  vom  Brauereiingenieur  Ph.  Lipps  in
Dresden  construirt.  Dieselbe  besteht  aus  einem  liegenden  eisernen
Cylinder  von  circa  0'6  bis  0'7  5  m  Länge  und  0'45  m  Weite,  in  dessen
Achse  eine  eiserne  Welle  liegt,  welche  sich  26  Mal  in  der  Minute  herum  -
dreht.  Radial  auf  der  inneren  Fläche  des  Cylinders  und  ebenso  auf
der  Welle  sind  sehr  flache  linsenförmige,  der  Länge  nach  geriefte  Eisenstäbe ­
  so  befestigt,  dass  beim  Herumdrehen  der  Welle  die  Malzkörner
ähnlich  wie  zwischen  lose  gestellten  Mühlsteinen  oder  wie  zwischen
den  zwei  Handflächen  gerieben  werden.  Dadurch,  dass  die  Welle  an
der  Seite,  wo  das  Malz  zugeführt  wird,  sich  in  der  Schlussplatte  des
Cylinders  dreht,  an  der  entgegengesetzten  Seite  aber  so  durch  die  Platte
geht,  dass  zwischen  beiden  ein  ringförmiger  Zwischenraum  von  6  bis
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