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MAK

Full text : Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 21

356

Gruppe  III.  Chemische  Industrie.

7  cm  bleibt,  ist  es  ermöglicht,  dass  der  ganze  Cyliuder  stets  nur  zur
Hälfte  gefüllt  ist.  Die  Zuführung  des  Malzes  geschieht  durch  ein  raufenförmig ­
  aus  Eisenstäben  gebildetes  Gitter,  welches  so  enge  gestellt  ist,
dass  bequem  die  Malzkörner  durchgedrückt,  dickere  Körper  aber,  wie
Steine  und  dergleichen,  zurückgehalten  werden.  In  dem  Gitter,  welches
nach  unten  eine  spitzwinklige  Rinne  bildet,  liegt  eine  Welle,  auf  der
sich  sichel-  oder  hakenförmige  stumpfe  Messer  befinden,  die  hakenartig
wirkend  das  Malz  in  bestimmter  Menge  durch  das  Gitter  drücken  und
so  dem  Reinigungscylinder  zuführen.  Das  von  den  Würzelchen  getrennte
Malz  fällt  mit  den  ersteren  aus  der  erwähnten  ringförmigen  Oeffnung
in  einen  Siebcylinder,  welcher  sich  in  der  Minute  ebenfalls  26  Mal
herumdreht,  und  wird  in  demselben  von  den  Würzelchen  abgesiebt.
Statt  dieser  Maschine  kann  mit  Vortheil  ein  TI  m  langer  und
0-5  m  im  Durchmesser  haltender  Drahtcylinder  verwendet  werden,  welcher ­
  in  einem  Holzkasten  unter  einem  Winkel  von  12  bis  15°  geneigt
liegt  und  mit  einer  Welle  versehen  ist,  an  der  Latten  befestigt  sind,
die  entweder  nur  mit  Reibeisenblech  beschlagen  oder  gleichzeitig  noch
mit  Bürsten  versehen  sind.  Die  Schlagleisten  laufen  parallel  der  Achse
und  können  der  inneren  Cylinderwand  durch  Stellschrauben  bis  auf
0'7  cm  nahe  gerückt  werden.  Die  Achse  wird  so  schnell  gedreht,  dass
sie  in  der  Minute  270  Umdrehungen  macht.  Der  Boden  des  äusseren
Kastens  hat  eine  trichterförmige  Neigung,  damit  die  durch  die  Maschen
des  Siebcylinders  fallenden  Würzelchen  entfernt  werden  können.  Zugleich ­
  befreit  ein  Ventilator  die  Malzkörner  von  Staub  und  den  letzten
Würzelchen,  wenn  dieselben  aus  dein  Siebcylinder  fallen.
Auch  zweckmässige  Combinationen  beider  Maschinen  findet  man
angewendet.
Zur  längeren  Aufbewahrung  des  Malzes  dienen  am  geeignetsten
grössere  luftabschliessende  Räume,  die  mit  dem  Malze  gefüllt  werden
müssen,  bevor  dasselbe  Feuchtigkeit  aus  der  Luft  angezogen  hat.  Sehr
passend  sind  dazu  die  sogenannten  Silos 1 ),  welche  in  der  neuesten  Zeit
immer  mehr  angewendet  werden.  Dieselben  werden  gewöhnlich  in
Thurmform  angelegt  und  sind  etwa  eine  Manneshöhe  vom  Boden  in
Trichterform  zugespitzt.  An  dieser  Stelle  befindet  sich  ein  Schieber,
der  zum  Verschluss  dient.  Der  Trichter  ist  von  Eisenblech  und  an  den
Mauern  mit  entsprechenden  Verankerungen  befestigt.  Mittelst  des
Trichters  lässt  sich  das  Malz  leicht  in  Säcke  einfüllen.  Oben  sind  auf
den  Gewölben  des  Silos  grosse  Einwurfslöcher  für  das  Malz,  welche
ebenfalls  geschlossen  vollkommene  Sicherheit  gegen  jede  Gefahr  bieten.
Mittels!  der  Silos  ist  man  auch  leicht  imStande)  den  Vorrath  von  Gerste
oder  Malz  bestimmen  zu  können.
            
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