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MAK

Full text : Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 21

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Gruppe  III.  Chemische  Industrie.
das  Aethyl-Nonyl-Keton,  CH 3 .  CO  .  C 9  H 19  ,  welches,  mit  Salpetersäure
oxydirt,  Essigsäure  und  Pelargonsäure  liefert.
Auch  die  Bildung  der  Pelargonsäure  aus  Oelsäure  durch  Oxydation
mit  Salpetersäure  (Redtenbacher 1 )  hält  R.  Wagner  für  geeignet
zur  technischen  Verwendung.

Von  den  weiteren  homologen  Fettsäuren  sind  die  eigentlichen
Repräsentanten  dieses  Namens,  die  in  den  Organismen  allgemein  in
Gestalt  der  Fette  verbreitet  sind  ,  die  Palmitinsäure  und  Stearinsäure,
die  Vertreter  einer  grossartigen,  weitverzweigten  Industrie,  deren  erhebliche ­
  Fortschritte  während  der  letzten  zehn  Jahre  zu  schildern  dem
Artikel  „Industrie  der  Fettkörper“,  auf  den  wir  hier  verweisen,  Vorbehalten ­
  ist.
Unter  den  übrigen  organischen  Säuren  ist  es  zunächst  die  Gruppe
der  im  Lebensprocess  der  Pflanze  in  reichlicher  Menge  gebildeten
mehrbasischen  Säuren,  der  sogenannten  Pflanzensäuren,  von  denen
mehrere  eine  ausgedehnte  technische  Verwendung  finden,  nämlich  die
Oxalsäure,  Weinsäure  und  Citronensäure.
Oxalsäure 2 ).
COOH
Die  Oxalsäure,  C 2 1I 2  0 4  oder  I  ,  ist  nächst  der  Kohlensäure
COOH
die  sauerstoffreichste  der  organischen  Verbindungen.  Sie  tritt  daher
bei  der  Oxydation  der  stickstofffreien  organischen  Körper  in  der  Regel
als  Vorstufe  vor  dem  Endproduct  der  Oxydation,  der  Kohlensäure,  auf.
Sie  ist  in  der  That  durch  Oxydation  einer  Menge  organischer  Substanzen ­
  darzustellen,  falls  nur  diese  Oxydation  nicht  zu  energisch  vor  sich
geht,  z.  B.  zu  lebhafter  Verbrennung  wird.  In  der  Natur  wird  sie
hauptsächlich  im  Pflanzenreiche  sehr  verbreitet  vorgefunden,  besonders
kommt  sie  als  saures  Kaliumsalz  in  den  Oxalisarten,  als  Caleiunisalz
unter  anderen  im  Krapp  vor.  Indessen  ist  die  Gewinnung  der  Oxalsäure
aus  den  natürlichen  Quellen  von  ganz  untergeordneter  Bedeutung;  in 1
Grossen  wird  sie  nur  durch  Oxydation  der  sogenannten  Kohlehydrate
dargestellt.
Früher  geschah  diese  Oxydation  durch  Salpetersäure,  die  man  auf
Stärke  und  Zucker  einwirken  liess.  Der  Bericht  über  die  Weltausstellung ­
  von  1862  konnte  als  hervorragendste  Neuerung  auf  diesem  Gebiete
der  technischen  Chemie  hervorheben,  dass  als  Oxydationsmittel  schmeh

*)  Redtenbacher,  Ann.  Chem.  Pharm.  LIX,  52.  2 )  Von  R.  B.
            
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