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Full text: Chemische Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 21

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Bast von Holoptel'ea integrifölia. 
Diese im westlichen Indien häufig vorkommende Ulmaeee liefert 
durch Röstung der Bastrinde einen schmutzig gefärbten glanzlosen Bast, 
„Wawla“ genannt, welcher jedoch nur geringe Festigkeit besitzt. 
Bast von Kydia calycina. 
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Diese ebenfalls im westlichen Indien einheimische Büttneracee lie 
fert den „Warang“ oder „Wilia“ genannten Bast. Aehnlich dem Lin 
denbast wird derselbe durch Chromsäure nur schwierig, etwas leichter 
aber durch Alkalien in seine histologischen Elemente zerlegt. 
Bast von Hibiscus elatus. 
Dieser Bast wird besonders in Cuba in ziemlich beträchtlicher Menge 
gewonnen und von da zuweilen ausgeführt. Seine hauptsächlichste 
Anwendung scheint derselbe in der Verpackung der Cigarren zu finden. 
Bast von Lasiosyphon speciosus. 
Diese im Dekan in Indien häufigen den Thymelaceen angehörenden 
Pflanzen liefern den 1 bis l'2m langen, 2 bis 7 mm breiten und 0‘5 bis 
l'O mm dicken Bast, „Rämeta“ genannt, welcher fast farblos ist und eine 
ausserordentliche Festigkeit besitzt. Seine Oberfläche ist mit feinen Fa 
sern, den sich von selbst ablösenden Bastzellen, bedeckt und durch me 
chanische Behandlung lässt sich dieser Bast überhaupt leicht in eine 
faserige Masse zerlegen. Angeblich wird dieser Bast ebenso wie der 
von L. ericocephalus in Indien zur Papierbereitung benutzt. Trotz der 
weissen Farbe und der grossen Festigkeit wird dieser Bast durch schwefel 
saures Anilin isabellgelb gefärbt. 
Bast von Sponia Wightii. 
Diese Celtisart liefert den in Indien „Chitrang“ genannten Bast, wel 
cher mit dem vorhergehenden grosse Aehnlichkeit hat. Die Farbe des 
selben wechselt von braun bis weiss. Auch in diesem Falle wird durch 
den bei der Zubereitung in Anwendung gebrachten Röstprocess der 
Zusammenhang der Bastzellen sehr gelockert und erscheint daher die 
Oberfläche des Bastes mit baumwollenartigen Fasern bedeckt.
	        
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