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Full text: Die Holzfourniere auf der Wiener Welt-Ausstellung 1873 mit besonderer Rücksicht auf den heutigen Stand der österreichischen Fournier-Fabrication

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richten: fie mögen ben f?ortfc^ritt nicht aud ben Singen berlieren, 
ben bie fremden Subuftrieftanten bei bcnt friedlichen SBettftreite in 
ben ^rnterSHuen burip itjve ^ßrobucte nac^tviefeu — auf jener tönpn 
rüftig öormärtd fcpreiten, bie ebenbürtig niactjt, nnb fo gur 33er* 
meprung beö «Rational * Sßoplftmibed beitragen, mnnnpaft mit* 
milden auf bem gelbe ber Slrbeit, bie allein geeignet ift, einen gefun- 
ben löefip gu fdjaffen, barnit bie fogenannten itnerjd)öpf£ict)en Ipilfd* 
quellen Oefterreidqö nid)t etma and SRangel an ücrftänbiger SluSbeutung 
unerftpöpflicp bleiben. 
Qie ruffifd^e SOJöbel-3tnbnftrie ftcljt, namentlich in fpinficpt 
auf bie tedjnifcpe gertigfeit ber ipr gu (Gebote fteljenbcn Slrbeitd* 
fraft, nod) auf niebriger «Stufe, bie gufupr in Supudmöbeln and 
granfreid) unb in guter äRittelmaare aud Qeutfcplanb unb Defter- 
reidj ift troti poper Scpupgölle nicht unbebeutenb; gournierfcpnitt* 
gabrifen fdjcinen fRufjlanb obgugepen, in ber achten ©nippe ber 
riiffifdjcn Slbtpeilung mar fein gournierblatt ficptbar. Sn betn SJtafje 
alfo, nid fid) bie Snbnftrie beö (Sgarenreidjed unter bem Sd)iipe 
feiner gollmajjregeln hebt, hoben mir bie günftigften ©^ancen gur 
Sludfupr nuferer gourniere, menn mir an teepnifeper gertigfeit Qeutfd)' 
lanb, bad heute and oben angeführten ©riiuben nod) billiger offeriren 
fann, ben (Rang nblaufen. 
Sin ben übrigen Slbtpeilungen: ©riccpenlanb, Sitrfei, ^Rumänien, 
(Sgppten, äRarolfo, Verfielt, Siam, (Spina, Snpan, £>amnii feben 
mir ebcufntlö, mie leicpt erllärlid), leine gourniere audgeftellt, ba 
feined biefer Sauber and) nur im entfernteften meber eine eigentliche 
Subuftrie in fournirten ÜRöbeln, nod) überhaupt eine belangreiche 
3Röbel*Snbuftrie befipt. 
®ie Sauber ber erfteren Kategorie beziehen ipr geringed S8e* 
barfdquantum an gournicren and bem Sludlanbe: ©riedpenlanb 
importirt and granfreid), Rumänien and graulreidj unb Ungarn; 
^Rumänien lauft übrigend gumeift fertige SRöbel, tpcild in graulreid), 
tpeild am Sßiener 3ßlape, in (epterer $cft and) in Qeutfcplanb. 
Sn ber üürlei unb in 9Sorber=9lfien, Sßerfien ift nod) immer bie 
2Rofail-2lrbeit en vogue. £)ie „Sonne bed SBeltalld" gibt und in 
ihrem Sagebiicpc leiber feinen Slnpaltdpuiift, ob unb mann man 
fiep und) biefer fRicptung unferem ©efepmaefe anfcpliefen rnerbe. 
Qie töarbnreöfenftnaten, fomie (Sgppten meiden oon granfreid) 
unb Italien and mit fertigen SRöbeln üerforgt, felbftoerftänblid) 
befdjränlt fid) ber (ßerfepr auf eine fepr geringe Quantität. 
Sn (Spina finben mir nod) immer ben alten $opf l 111(111 ift 
bort ber oor Sopdongnben fepon geübten ^rapid bid peilte treu ge- 
blieben. Sapan ift in Sadarbeit uuübertrefflid). 
9fud dein an fepönen folgern, mie mir fie gumal in Srapegunt 
nid Samuielplap faufafifeper Ruppo(garten aufgeftnpelt antreffen, 
an Elfenbein fo reiepen Qriente fönnen mir gu unferer gournier* 
(Srgeugung »iel äRnterial polen; bngegen liegt bie äRöqiidjfeit, 
unferen Slrtifel bortpin gu epporiireu, uoep in nebelgrauer gerne. 
So lange ber s JRufetmaiie feinen Qioan ald Stuhl, Sifcp unb 
Scplafftätte, ald fein ganged Um unb 2luf an ÜRobiliar beuüpt, fo
	        
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