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GRUPPE II. — G. RITTER von OVERBECK — HONGKONG.
=sl
No.
DEAKON & Comp., CANTON
Theesorten der benachbarten
Distriete von Canton, welche
in dieser Stadt verarbeitet
werden r
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150; Pouchong Ts. 45 Ts. 20 Ts. 15
Scented:
151 Caper „ 36 „ 22 „ 13
152 : Orange Pekoe „ 36 „ 23 „ 18
Grüner Thee:
153 Gunpowder „ 32,„ 23 „ 15
154 Imperial „ 28 „ 20 „14
155 Ihjson „ 30 „ 22 „ 14
156 Young Hyson „ 30 „ 22 „ 14
A. ¥. ß. RÜSDffl, FOOCHOW
: Theesorten aus der Provinz
FoJcien.
Bemerkungen des Ausstellers.
Obwohl im Allgemeinen meist 3—4
Gattungen der Theepflanze angenom
men werden, so sind diese doch
nur Abarten ein und derselben
Pflanze, deren Verschiedenheiten im
Boden und Klima, wo dieselbe ge-
j deiht, ihre Begründung finden, und
es unterliegt keinem Zweifel, dass
sieh die Zahl dieser einzelnen Sorten
mit unserem besseren Bekanntwer
den der östlichen Länder nur ver-
grössern dürfte, als die Theepflanze
eine weit grössere Verbreitung hat,
als dies ursprünglich angenommen
wurde, und nicht allein China, Ja
pan & Assam zu ihrem Vaterlande
zählt, sondern auch in allen Gebirgs
gegenden des nördlichen Siam, Bur-
mah und Coehinehina etc. gedeiht.
Die 4 Hauptgattungen, die gegen
wärtig unterschieden werden, sind:
Nr. 1. Thea bohea, welche in den
Provinzen von Kwantung, Kwang-si,
Kiang-si, Fuhkien, Hunan und Hu-
pich wächst. Nr. 2, Thea viridis
aus den Provinzen von Chih-Kiung,
Agan-Kien und Keang-su. Nr. d
Thea latifolia, welche im J. 1825
das erstemal nach England gebracht
wurde. Nr. 4 Thea strieta, der
Thee von Assam.
No.
A. W. G. RUSDEN FOOCHO W
In Fuhkien wird der Thee an den
Abhängen der Berge in einer Höhe
von 1500 Fuss aufwärts gebaut;
nördlicher wie z. B. in der Provinz
Chich-Kiang findet man denselben
auch schon am Fusse der Berge,
oft in unmittelbarer Nähe der Reis
felder und kaum einige Fuss über
dem höchsten Wasserstand der dor
tigen Gewässer. Obwohl der Boden
dortselbst gut bearbeitet werden
kann, so erträgt die Pflanze doch
nicht so leicht die constante Be
raubung ihrer Blätter, ausgenom
men b ei hinreichender Feuchtigkeit,
wie dies in China besonders wäh
rend des Frühlings der Fall ist.
Es ist auch höeht wahrscheinlich,
dass der Assam-Thee seine beson
dere Kraft und das üppige Gedeihen
der Pflanze der hinreichenden Feuch
tigkeit verdankt. In Fuhkien wird
beim Anbau des Thees kein Dünger
verwendet und nur der Boden stets
von Unkraut freigehalten, so wie die
Erde tun die Wurzel gelockert. In
nördlichen Provinzen wird währeud
des strengsten Winters Stroh unter
die Pflanze gestreut. Die Bereitung
des Thees ist je nach der Sorte, die
erzeugt werden soll, verschieden,
und kann schwarzer oder grüner
Thee von derselben Pflanze bereitet
werden, obwohl sich für ersteren
Thea bohea, für letzteren Thea vi
ridis am besten eignet.
Wenn die Blätter abgenommen
sind, werden sie auf grossen Bam
busdarren ausgestreut und über 12
Stunden an der Luft getrocknet ;
hierauf gut durcheinander geschüt
telt und durch 1 bis 2 Stunden in
Haufen an der Luft gelassen. Hier
auf werden die Blätter mit den
Händen gerollt, wobei der Saft aus
gepresst wird und sodann in einer
gewöhnlichen Pfanne über einem
lebhaften Holzfeuer 5 bis 10 Minuten
geröstet, wobei durch Umrühren
das Verbrennen der Blätter verhütet
wird. Dieser Process wird noch
mals wiederholt und die Blätter
hierauf in Körben oder Säcken auf
den Markt gebracht.
Das weitere Verfahren bei Berei
tung des Thees, das mehrmals wieder
holt wird, besteht: in dem Bäu-
ehern, in dem Rollen jedes ein-