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Full text: Special-Catalog der chinesischen Ausstellung - Hongkong, III. Abtheilung: Boden-, Industrie- & Kunst-Produkte ; Wiener Weltausstellung 1873

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GRUPPE II. — G. RITTER von OVERBECK — HONGKONG. 
=sl 
No. 
DEAKON & Comp., CANTON 
Theesorten der benachbarten 
Distriete von Canton, welche 
in dieser Stadt verarbeitet 
werden r 
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150; Pouchong Ts. 45 Ts. 20 Ts. 15 
Scented: 
151 Caper „ 36 „ 22 „ 13 
152 : Orange Pekoe „ 36 „ 23 „ 18 
Grüner Thee: 
153 Gunpowder „ 32,„ 23 „ 15 
154 Imperial „ 28 „ 20 „14 
155 Ihjson „ 30 „ 22 „ 14 
156 Young Hyson „ 30 „ 22 „ 14 
A. ¥. ß. RÜSDffl, FOOCHOW 
: Theesorten aus der Provinz 
FoJcien. 
Bemerkungen des Ausstellers. 
Obwohl im Allgemeinen meist 3—4 
Gattungen der Theepflanze angenom 
men werden, so sind diese doch 
nur Abarten ein und derselben 
Pflanze, deren Verschiedenheiten im 
Boden und Klima, wo dieselbe ge- 
j deiht, ihre Begründung finden, und 
es unterliegt keinem Zweifel, dass 
sieh die Zahl dieser einzelnen Sorten 
mit unserem besseren Bekanntwer 
den der östlichen Länder nur ver- 
grössern dürfte, als die Theepflanze 
eine weit grössere Verbreitung hat, 
als dies ursprünglich angenommen 
wurde, und nicht allein China, Ja 
pan & Assam zu ihrem Vaterlande 
zählt, sondern auch in allen Gebirgs 
gegenden des nördlichen Siam, Bur- 
mah und Coehinehina etc. gedeiht. 
Die 4 Hauptgattungen, die gegen 
wärtig unterschieden werden, sind: 
Nr. 1. Thea bohea, welche in den 
Provinzen von Kwantung, Kwang-si, 
Kiang-si, Fuhkien, Hunan und Hu- 
pich wächst. Nr. 2, Thea viridis 
aus den Provinzen von Chih-Kiung, 
Agan-Kien und Keang-su. Nr. d 
Thea latifolia, welche im J. 1825 
das erstemal nach England gebracht 
wurde. Nr. 4 Thea strieta, der 
Thee von Assam. 
No. 
A. W. G. RUSDEN FOOCHO W 
In Fuhkien wird der Thee an den 
Abhängen der Berge in einer Höhe 
von 1500 Fuss aufwärts gebaut; 
nördlicher wie z. B. in der Provinz 
Chich-Kiang findet man denselben 
auch schon am Fusse der Berge, 
oft in unmittelbarer Nähe der Reis 
felder und kaum einige Fuss über 
dem höchsten Wasserstand der dor 
tigen Gewässer. Obwohl der Boden 
dortselbst gut bearbeitet werden 
kann, so erträgt die Pflanze doch 
nicht so leicht die constante Be 
raubung ihrer Blätter, ausgenom 
men b ei hinreichender Feuchtigkeit, 
wie dies in China besonders wäh 
rend des Frühlings der Fall ist. 
Es ist auch höeht wahrscheinlich, 
dass der Assam-Thee seine beson 
dere Kraft und das üppige Gedeihen 
der Pflanze der hinreichenden Feuch 
tigkeit verdankt. In Fuhkien wird 
beim Anbau des Thees kein Dünger 
verwendet und nur der Boden stets 
von Unkraut freigehalten, so wie die 
Erde tun die Wurzel gelockert. In 
nördlichen Provinzen wird währeud 
des strengsten Winters Stroh unter 
die Pflanze gestreut. Die Bereitung 
des Thees ist je nach der Sorte, die 
erzeugt werden soll, verschieden, 
und kann schwarzer oder grüner 
Thee von derselben Pflanze bereitet 
werden, obwohl sich für ersteren 
Thea bohea, für letzteren Thea vi 
ridis am besten eignet. 
Wenn die Blätter abgenommen 
sind, werden sie auf grossen Bam 
busdarren ausgestreut und über 12 
Stunden an der Luft getrocknet ; 
hierauf gut durcheinander geschüt 
telt und durch 1 bis 2 Stunden in 
Haufen an der Luft gelassen. Hier 
auf werden die Blätter mit den 
Händen gerollt, wobei der Saft aus 
gepresst wird und sodann in einer 
gewöhnlichen Pfanne über einem 
lebhaften Holzfeuer 5 bis 10 Minuten 
geröstet, wobei durch Umrühren 
das Verbrennen der Blätter verhütet 
wird. Dieser Process wird noch 
mals wiederholt und die Blätter 
hierauf in Körben oder Säcken auf 
den Markt gebracht. 
Das weitere Verfahren bei Berei 
tung des Thees, das mehrmals wieder 
holt wird, besteht: in dem Bäu- 
ehern, in dem Rollen jedes ein-
	        
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