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Full text : Special-Catalog der chinesischen Ausstellung - Hongkong, III. Abtheilung: Boden-, Industrie- & Kunst-Produkte ; Wiener Weltausstellung 1873

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GRUPPE  XVI.  —  Gr.  EITTEE  von  OVERBECK  —  HONGKONG.

i  No
G.  E.  v.  OVERBECK,  Hongkong
alte  Tsehaug-Kwo  ist  der  hinter  I
Han  stehende  Greis.  Der  Kaiser  |
Tuen-tsimg  freg:  702-745)  gab  ihm.  ä
als  er  zum  Himmel  stieg,  den  Titel
Tung  yuen  sien  seheng,  d.  i.  der  die
Mysterien  des  Himmels  keimende
Lehrer.
4.  Li-tieh  kvai  —  d.  i.  der  Li
mit  den  eisernen  Stelzen  —  ist  die  !|
teufelsähnliehe  Gestalt,  die  neben  ;
der  erstgenannten  Fee  steht.  Er  |
war  ursprünglich  ein  Bettler  mit
eckelhaften  Hautkrankheiten  behaf-  i
tet;  die  Göttin  Wang  mu  niang  niang,
  von  der  weiter  unten  die  Rede
sein  wird,  erbarmte  sich  seiner  und
machte  ihn  zu  einem  der  8  Genien.
5.  -Han-siang-tzi  —  d.  i.  der  Knabe  I
Han  siang  —  steht  hinter  Li  in  einem ­
  grünen  Kleide.  Er  soll  die  Flöte
gerne  spielen.
6.  Tsau-kwo-kien,  d.  i.  Tsau  des
Kaisers  Schwager;  er  steht  neben
Han-siang.  Seine  ältere  Schwester  II
war  an  den  Kaiser  Jen-tsung  (1020  I
—1063)  vermalt.
7.  Lü-t’ung-pin  hat  ein  graues
Oberkleid  an,  über  seine  rechte  Schulter ­
  ragt  der  blaue  Griff  eines  Schwertes ­
  hervor.
8.  Lan-tsai-hoim  violetten  Kleide,
lebte  gegen  Ende  der  Tan^-Dynastie;
er  scheint  seines  harmlosen  Wahnsinnes ­
  -wegen  Genius  geworden  zu
sein,  denn  er  trug  im  Sommer  Winterkleider, ­
  während  er  im  Winter  nackt
daherging.
.  Ln  Hintergründe  der  Balustrade
sind  noch  drei  götterartige  Gestalten,
sie  sind  den  Genien  ähnlich,  heissen
aber  die  3  Sterne,  San  Sing  und  zwar:
1.  Fu-sing,  d.  i.  der  Glücksstern,
er  gewährt  Glück  und  Wohlstand
—  hat  ein  rothes  Gewand  an.
2.  Luh-sing,  d.  i.  der  Stern  der
reichen  Einkünfte  und  der  Beförderer ­
  im  menschlichen  Leben.
3-  Schao-sing,  ist  der  Stern  der
Ewigkeit;  er  ist  durch  einen  Greis  |i
mit  kahlem  Kopfe  dargestellt.
Es  kommt  nun  die  höchste  Götter-  !
Hasse,  die  sich  wieder  in  zwei  Kategorien ­
  theilt;  der  unteren  gehören
au:
.Die  zwei  Puan  kwan,  d.  i.  die  j
Richter;  sie  stehen  auf  einem  Felsen
neben  einem  Baume  dicht  an  der
Balustrade  der  Genien.  Beide  halten

I  G.  E.  v.  OVERBECK,  Hongkong  J
u.  zw..  der  erste  eine  blaue  und  der  j
zweite  eine  grüne  Papierrolle  in  j|
welchen  das  sündhafte  Leben  eines  !,
jeden  Sterblichen  genau  aufgesehrie-  I
ben  sein  soll,  da  sie  über  die  Seelen  ,
richten.
Hu-schen,  d.  i.  der  Gott  der  Hin-  j  .
terthüre,  ist  die  im  weissen  Kleide  1
abgebildete  Gestalt,  die  hinter  den  i
zwei  Puan-kwans,  neben  zwei  noch  I
zu  erklärenden  Göttern  sitzt.  Dieser  'i  |
Gott  schützt  das  Haus  von  hinten,  f
'  wacht,  dass  keine  Diebe  und  Gespenster
  in’s  Haus  kommen.  Nach  ■
einer  andern  Version  soll  er  den  |
Gebrauch  der  Hu  Gewichte  über-  :
I  wachen.  —  In  der  Hand  hält  er'  j
!  einen  Hammer  Tsch-chui,  mit  dem  j!
erhitzte  Metalle  geschlagen  werden,  jj
!  Neben  ihm  sitzt:
Hi-schen,  der  Gott  der  Freude.  i|
in  einem  gelben  Kleide,  das  auf  dem
Brusttkeile  einen  goldgesticktenDraehen
  hat.
Tao-sehen,  der  Eeissgott  (tao,  der  l|
noch  nicht  abgehülste  Heiss),  ist  der  !
dritte  dieser  Göttertrias  ;  in  einem  j
gelben  Ober-  und  einem  rothen  gold-  !
gestickten  Unterkleide  und  mit  blossen ­
  Füssen.
Tschu-i  lau  jen  —  d.  i.  der  Alte
mit  den  karminrothen  Kleidern.  I
weil  er  das  Tragen  rother  Kleider  j
am  ersten  Tage  der  grossen  Prüfungen ­
  eingeführt  hat  —  ist  demnach  <
eine  literarische  Gottheit,  obwohl
or  auf  dem  Bilde  mit  einem  weiten
grünen  Oberkleide  und  einer  taoistisehen
  Kappe,  gemalt  ist.  In  der
Hand  hält  er  eine  Rolle  im  blauen  i
Umschlag«,  in  welcher  das  Sinnen  j
und  Trachten  der  Literaten  aufge-  I
schrieben  sein  soll.  Der  alte  Herr  ji
ist  ein  Schüler  des
Wen  tsang  ti  kün,  d.  i.  die  Himmelsgottheit ­
  der  Poesie.  Wen-  i
tsehang  wird  gewöhnlich  mit  einem
  violetten  oder  gelben  Kleide  ! i
und  mit  einem  „Ju-i“  in  der  Hand
abgehildet;  auf  diesem  Bilde  aber  '
hat  er  ein  graues  Kleid  und  in  der  I
Hand  einen  „Hu“.  J
Neben  ihm  stehen  noch  zwei  hinge  I  i
Schüler,  die  ■
Schu-tun,  d.  i.  die  Biieherknaheu,
wovon  der  eine  davon  eine  Menge  i!
Bücher  im  blauen  Umschläge  hält.
=  ——  -  -  *
            
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