Gruppe I.
No. 1. — 4.
Gruppe I.
Bergbau und Hüttenwesen.
I. Geologische Landesuntersuchung.
Die geologische Kenntniss der Gebirgsschichten ist der wich
tigste Wegweiser zur Aufsuchung und zum weiteren Aufschluss der
Lagerstätten nutzbarer Fossilien. Sie ist daher unentbehrlich fin
den Bergbau und das auf diesem beruhende Hüttenwesen, sie be
fördert eine vernünftige und naturgemässe Land- und Forstwirt
schaft. Mit Recht ist deshalb von den Regierungen aller deutschen
Länder die geognostische Untersuchung des Bodens als eine bedeu
tende Aufgabe anerkannt und in ihrem Aufträge von Beamten und
Gelehrten betrieben, auch von Privaten auf’s Eifrigste unterstützt
worden. Die so entstandenen älteren geognostischen Karten und
Profile waren schon 1867 in Paris ausgestellt und finden sich zum
Theil in den Pulten No. 1., zum Theü in den einzelnen Abtei
lungen der Ausstellung, wo sie zur Orientirung dienen sollen, wie
der vor. Seitdem hat sich aber mehrfach das Bedürfhiss einer
festeren Organisation geltend gemacht und es sind Landes-Anstalten
in Leipzig 1872 und in Berlin 1873 entstanden, über deren letztere
eine im Pult 1 befindliche Denkschrift Auskunft giebt.
Die neuesten Producte der preussischen Landesuntersuchung
sind unter No. 2., die der badischen unter No. 3., die der baye
rischen unter No. 4. ausgestellt.
II. Statistik des Bergbaues, der Hütten und
der Salinen.
Der Bergbau, das Hütten- und Salinenwesen in Deutschland
lässt sich bis in das Mittelalter und zum Theil weiter zurück ver
folgen. Im 7. Jahrhundert wurde schon bedeutender Bergbau in
Sachsen, im 9. Jahrhundert am Harze getrieben. Um .dieselbe Zeit
bestanden schon Salzsiedereien in Mitteldeutschland. Agricola (1546 )
hat in seiner Schrift: „de re metallica“ die Beschreibung sehr ausgebil-
1