Gruppe I.
No. 24.-28 13
bürg nach kurzem Versuche (1756) erst 1803. Der Hauptaufschwung
der Braunkohlenindustrie fällt in die Jahre 1845 —1855. Die An
wendung der Dampfmaschine geschieht beim Braunkohlenbergbau seit
1820 zur Wasserhaltung, 1848 zur Förderung. 1854 beginnt die Be
nutzung der Braunkohle zur Paraffinfabrication, 1857 die Erzeugung
von Presssteinen auf trockenem Wege, während aus nasser Braun
kohle schon 1847 zu Dürrenberg Steine hergestellt worden sind.
Die Vorkommnisse von Braunkohlen Preussens, welche tech
nische Bedeutung haben, sind von dem Königlichen Oberbergamte zu
Halle gesammelt worden und unter Nr. 24 ausgestellt.
Theil hieran nehmen folgende Aussteller:
Mansfeld’sche Kupferschiefer bauende Gewerkschaft, Grube Riestedt-
Emselohe. — Schichtmeister Söllinger, Grube Antonie. — Sächsisch-
Thüringische Actiengesellschaft für Braunkohlenverwerthung zu Halle,
Grube von der Heydt. — Nietlehen. — Bruckdorfer Berghauverein zu
Halle, Grube Alwiner Verein. — Commerzienrath Riebeck zu Halle,
Grube Delbrück. — Grubenbesitzer Schulze in Elsterwerda, Grube
Robert. — Inspector Möhring in Sandersdorf, Grube Richard. —•
Dr. B. Hühner, Grube Wilhelm I. und Grube No. 470. — Werschen-
Weissenfelser Braunkohlen-Actiengesellschaft, Grube No. 350. -— Prehlitzer
Braunkohlen-Actiengesellschaft, Grube No. 278. -— Fr. Rittergutsbesitzer
Heinze, Grube Felix. — Banquier Schiff zu Hamburg, Grube Emilie.
—• Bergwerksbesitzer Guido, Grube Friedrich. — Königlich Preussische
Grubenverwaltung zu Langenbogen. —• Gewerkschaft der Zeche „Gute
Hoffnung“. — Frielendorfer Gewerkschaft zu Cassel. — Ronneberger Ge
werkschaft zu Homberg. -— Freiherrlich von Waitz’sche Bergwerks
verwaltung am Hirschberge. — Möncheberger Gewerkschaft (Dr. Schwar
zenberg) Braunkohlenzeche Stellberg III. — Königlich Preussische Berg-
Inspection am Habichtswalde. — Fried. Westphal, Grube Johann
Wilhelm. •— Königlich Preussische Berg-Inspecüon am Meissner. —
Braunkohlenbergwerke bei Görlitz.
Endlich sind ausgestellt:
Ein Profil von der Braunkohlen - Ablagerung bei Aue und die
Zeichnung einer Braunkohlenpresse von L. Schmelzer in Magdeburg.
Ausserdem haben noch die folgenden Braunkohlengrubenbesitzer
in der Nähe von Cassel besondere Ausstellungen veranstaltet. Nörd
lich vom Vogelsberge nämlich ziehen sich die Braunkohlen mit den
Basalten bis zum Habichtswald fort, auf dem sie gleichfalls zum
Theil in sehr guter Beschaffenheit Vorkommen und von wo sie sich
nach der Gegend von Gross-Almerode und zum Meissner erstrecken
und bei erstem Orte, am Hirschberge z. B., in 4 Lagern von 10 bis
20 m. Mächtigkeit Vorkommen.
No. 25. Die Frielendorfer Braunkohlengewerkschaft zu Frielendorf
bei Cassel.
No. 26. J. H. Mäckel zu Cassel und Frielendorf.
No. 27. Möncheberger Gewerkschaft zu Möncheberg bei Cassel.
No. 28. Freiherrlich von Waitz’sche Bergwerks-Verwaltung am
Hirschberge bei Gross - Almerode. — Das Bergwerk ward schon mehr
als 100 Jahre betrieben und förderte im Jahre 1872 über '/ 2 Milk Ctr.
bei 116 Arb.