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MAK

Full text : Amtlicher Katalog der Ausstellung des Deutschen Reiches - Wiener Weltausstellung

30  Gruppe  I.

No.  92.  —  94.

Vorkommen  oolithischer  Brauneisensteine  (Minette)  verwertheu.  Diese
zum  Theil  bis  gegen  10  m.  mächtigen  Lagerstätten  ziehen  auf  der
oberen  Grenze  des  Lias  von  Redingen  an  der  linken  Moselseite  bis
Noveant  und  versorgen  die  Hütten  von  de  Wendel  zu  Hayange,
Moyeuvre  und  Stiringen,  mit  zusammen  16  Hochöfen,  die  von  Dupont&Dreyfuss
  und  Karcher  und  Westermann  zuArs  mit  zusammen  7,
von  Audun-le-Tiche  mit  1,  Ottange  mit  5  und  Noveant  mit  2  Hochöfen. ­
  Ausserdem  werden  erhebliche  Mengen  Erz  ausgeführt.
Als  Brennmaterial  für  den  Hochofenbetrieb  dienen  hauptsächlich
die  Coks  des  Saarbrücker  Districts,  da  die  von  Saarbrücken  unter
mächtiger  Buntsandstein-Bedeckung  hierher  fortsetzenden  bei  Stiringen
und  Rösseln,  bei  l’Hopital  und  Carlingen  aufgeschlossenen  und  bebauten ­
  Steinkohlenflötze  nicht  ausreichen.
Lothringen  besitzt  ausserdem:  Blei-  und  Kupfererze  im  Buntsandstein ­
  zu  St.  Avold  und  Kreuzwald,  Steinsalz  im  Keuper  und
Muschelkalk,  welches  durch  die  Salinen  zu  Dieuze,  Vic,  Moyenvic,
Saaralbau,  Salzbronn  und  Haras  benutzt  wird.
In  Nieder-Elsass  geben  Bohnerzvorkommnisse  bei  Saultz,  Schwabweiler
  u.  s.  w.  neben  nassauisehen  Rotheisensteinen  das  Material  für
die  Eisenhütten  von  Niederbronn  und  Mutterhausen.  Braunkohlen
finden  sich  neben  Bitumen,  welches  zu  Asphalt  verarbeitet  wird,  bei
Buschweiler  und  Bechelbronn.
Unbedeutend  sind  die  Torfe  und  die  Erzlagerstätten  des  Bezirks
Oberrhein.
Von  diesen  Vorkommnissen,  sowie  den  nutzbaren  Gesteinen  ist
unter  der  Leitung  des  Bergmeisters  und  Bergassessors  Mosler  zu
Strassburg  eine  Collectiv-Ausstellung  zusammengestellt  worden, ­
  welche  die  No.  92.  führt.
An  dieser  Collectiv-Ausstellung  ist  unmittelbar  auch  betheiligt:
No.  93.  Die  Gesellschaft  zur  Ausbeutung  der  Gruben  von  Schwabweiler,
  L.  Bleichröder  und  H.  von  Haber.  Diese  Gruben  bauen
auf  Erdöl  und  petroleumhaltigen  Sand,  sind  im  Jahre  1841  gegründet, ­
  bauten  bis  1867  nur  auf  einem  Flötze,  wogegen  seitdem  der
Aufschluss  von  5  Flötzen  erfolgt  ist,  und  die  Administration  der  Gruben
von  Buschweiler  (Kreis  Zabern),  eine  Actiengesellschaft  unter  Direction
  von  C.  Petri  und  F.  Schattenmann.  Das  Bergwerk  ist
1816  verliehen  und  förderte  1872  bei  107  Arb.  über  200,000  Ctr.
Braunkohlen;  ferner
No.  94.  Gebrüder  Gouvy  &  Co.,  Stahlwerk  zu  Hanburg  an  der
Rossel.

13.  Aachen-Eifel-Bezirk.
Bei  Aachen  am  Nordrande  des  hohen  Veens  tritt  das  Steinkohlengebirge ­
  in  zwei  Ablagerungen,  an  der  Inde  bei  Eschweiler  und
an  der  Worin  bei  Aachen  zu  Tage  und  giebt  hier  die  Grundlage
für  eine  rege  Industrie.
Das  zunächst  liegende  Gebiet  ist  an  Eisenerzen  nicht  sonderlich
reich  (Brauneisenstein  findet  sich  in  Nestern  an  der  Grenze  von
Kalkstein  und  Schiefer  der  Devon-  und  Kohlenformation)  und  daher
auch  die  Roheisenerzeugung  nur  in  beschränktem  Maasse,  dagegen
            
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