No. 115.
36 Gruppe I.
sich zwischen den nördlichen .Ausläufern vom ^VhsersrebirGTc und
Teutoburger Wald.
Die Steinkohlenablagerung bei Osnabrück steigt in Form eines
sattelartigen Berges, des Piesberges, aus den jüngeren Schichten auf,
die. von Ibbenbüren nimmt einen Flächeninhalt von einer Quadrat
meile ein. Nur dieser letzte Bergbau wird vom Staate geführt.
Das westfalische Steinkohlengebirge ist ziemlich reich an Flötzen
von Eisenstein, hauptsächlich Kohleneisenstein, aber auch körnigem
Spatheisenstein. Der Kohleneisenstein tritt namentlich in der süd
lichen und mittleren Mulde auf.
Sowohl die südlichen, das Steinkohlengebirge begrenzenden
Schichten, namentlich der mitteldevonische Kalkstein, als auch die
östlichen Grenzgebirge der mit jüngeren Gesteinen ausgefüllten Bucht
von Münster, der Teutoburger Wald und das Wesergebirge sind
nicht arm an Eisenerzen aller Formationen, z. B. von Diluvialerzen
bei Hausberge, von Erzen der Kreideformation bei Altenbecken
Willebadessen, von Jura- und Liaserzen ebendaselbst.
Aber alle diese Erze zusammen reichen nicht zur Deckung des
Bedarfs der Eisenindustrie aus, welche daher vom Siegerlande, von
der Lahn, ja selbst aus Luxemburg, Spanien und Schweden Material
einführen muss.
Bei Osnabrück und Ibbenbüren finden sich im Zechstein Braun
eisensteine, welche das Material für den Hochofenbetrieb der Georgs-
Marienhütte bei Osnabrück liefern.
In den südlich des Steinkohlengebirges auftretenden Kalken der
älteren Formationsglieder finden sich Blei- und Zinkerze, welche
letztere namentlich bei Iserlohn grosse Bedeutung erlangen.
Der Steinkohlenbergbau Westfalens reicht bis in das 14. und
15. Jahrhundert zurück, der amPiesberge bis in das 16. Einen grösseren
Aufschwung nimmt der Steinkohlenbergbau durch Benutzung der
Steinkohle zur Salzsiederei in der zweiten Hälfte des vorigen Jahr
hunderts, aber erst um die Mitte dieses Jahrhunderts beginnt eine
grossartige Ausbeutung. 1850 wurde der Kohleneisenstein entdeckt.
Der District förderte 1867 214 Mill. Ctr., 1871 über 250 Mill.
Ctr. Steinkohle, 1867 gegen 10 Mill. Ctr., 1871 fast 12 Mill. Ctr.
Eisenerze, und die Anzahl der beschäftigten Bergleute stieg von
58,000 auf 68,000.
Die Vorkommnisse dieses Bezirks sind vom Bergschul-Director
und Berg - Assessor Dr. Schultz zu Bochum zusammengestellt und
finden sich unter No. 115.
Die daran theilnehmenden Aussteller sind folgende:
Die Gruben Ruhr und Rhein, Westende, Concordia, Alstaden,
Oberhausen, Roland, Seilerbeck, Wiesche, Humboldt, Prosper, Cölner
Bergwerksverein, Carolus Magnus, Wolfsbank, Rosenbfumendelle,
Neuscholerpad, Hagenbeck, Neuessen, Helene Amalie, Stelzer und
Neuack, Hoffnung, Victoria Mathias, Herkules, Langenbrahm, Nord
stern, Wilhelmine Victoria, Zollverein, Graf Beust, Königin Elisa
beth, Deimelsberg, Johann, Gewalt, Consolidation, Hibernia, Dahl
busch, Rheinelbe, Bonifacius, Eintracht, Charlotte, Pluto, Holland,
Königsgrube, Centrum, Marianne, Hasenwinkel, Altendorf, Julia,
von der Heydt, Shamrock, Hannover, Hannibal, Carolinenglück,