42 Gruppe I.
No. 142.— 147.
_ No. 142. Friedrich Schulten, Metallgiesserei und mechanische
Werkstätte zu Duisburg a. Rhein, 1855 gegründet.
Endlich schliesst sich hier an:
No. 143. Wilhelm Grillo zu Oberhausen in Rheinpreussen, 1854 '
gegründetes Zinkwalzwerk, seit 18G7 errichtete Zinkweissfabrik, pro-
ducirte 1872 mit circa 100 Arb. 55,000 Ctr. Zinkplatten und 24,000 Ctr.
Zinkoxyde.
b) Aus dem Osnabrücker Bezirk.
No. 144. Actiengesellschaft Georgs-Marien-Berg-werks- und Hütten
verein zu Georgs-Marienhütte bei Osnabrück, 1856 gegründet, besitzt
3 Steinkohlenzechen bei Oesede und Eisensteingruben am Hüg°-el
welche letztere 1872 mit 650 Arb. über 1 Million Ctr. Erze förderten
und deren Bergbau seit 1867 wesentlich vervollkommnet wurde. Die
Erze werden in 6 Hochöfen (wovon 5 gleichzeitig im Betriebe stehen)
verschmolzen. 1872 wurden bei 950 Arb. 265,000 Ctr. erzeugt, da
von 70 Procent Bessemer Roheisen, 30 Procent Puddelroheisen.
Die Hütte umfasst noch 300 Coksöfen, Giesserei (10,000 Ctr.)
und Maschinenfabrik.
1867 wurde die vom Hüttendirector Lürmann erfundene gekühlte
Schlackenform bei den Hochöfen eingeführt.
Die Schlacken dieser Hütte werden auf der unter
No. 145. ausstellenden Osnabrücker Trasssteinfabrik von W. H. Meyer
& Co. in 4 Dampfpressen zu Schlackensteinen und Trass verarbeitet.
1872 wurden mit circa 40 Arb. 2 Millionen Steine fabricirt.
No. 146. Actiengesellschaft Eisen- und Stahlwerk zu Osnabrück,
gegründet 1869 —1872, erzeugt Bessemer Stahlschienen, Eisenbahn
radreifen, Achsen etc., ist noch im Bau begriffen, producirte 1872
bei circa 1,900 Arb. 485,000 Ctr. Stahlblöcke aus Georgs - Marien-
hütter und englischem Roheisen.
c. Aus Sachsen.
Oertlich zu dem 7. Bezirk (No. 55 u. f.) gehörig hat ausgestellt
unter
No. 147. die Sächsische Gussstahlfabrik zu Döhlen und das Eisen
hüttenwerk zu Berggieshübel, Actiengesellschaft, 1856 gegründet.
Zu Berggieshübel wurden 1872 mit 140 Arb. circa 6,000 Ctr.
Eisenerze gefordert und bei Holzkohle auf Roheisen verschmolzen;
In Döhlen bei circa 250 Arb. 6 — 7,000 Ctr. Stahl in Form
von Maschinentheilen, Federn (Spez.), Messern und Stangen fabricirt.
15. Siegerland.
Das bedeutendste Vorkommen von Eisenstein in Deutschland ist
das des Siegerlandes. Die unterdevonischen (Coblenz) Schichten
dieses Gebietes sind durchzogen von einer grossen Zahl zum Theil
sehr mächtiger und stockförmig werdender Gänge. Das Gangnetz
erstreckt sich von Varste (südlich Bilstein) bis nach Waldbreitbach
(am Wiedbach), von Nord-Ost nach Süd-West, auf eine Länge von
ca. 10 Meilen bei einer grössten Breite von mehr als 5 Meilen und
umfasst mehr als 500 grösstentheils einen ausgezeichneten mangan-