Zu dieser Gruppe zahlt einer von Norwegens bedeutsamsten Industriezwei
gen. Zur Veredlung der grossen, aus den ausgedehnten Wäldern gewonnenen Holz
menge bedarf es einer bedeutenden Anzahl S&ge- und Schneidemerke. 1870 standen
645 Schneidemühlen im Betrieb, die von ca. 9,800 Arbeitern bedient wurden. Die
früher so zahlreichen kleineren Sagemühlen gehen freilich immer mehr ein, je mehr
grössere Anlagen ins Leben treten. Die meisten dieser Werke werden durch Wasser
kraft betrieben; in späterer Zeit hat man aber bei vielen, und theilweis grade bei
den grössten, auch Dampfkraft benützt. Das wichtigste Product dieses Industrie
zweiges ist die für die Ausfuhr bestimmte, grosse Menge von Planken, Brettern, Battens
u. s. w. Wie zuvor bemerkt, wurde 1871 an verarbeiteter oder halbverarbeiteter Holz-
waare für 8 Mill. Species ausgeführt. In neuester Zeit werden Holzwaaren auch in
weiterer Veredlung auf den Markt gebracht. Dahin gehören gehobelte und gefalzte
Bretter, Leisten, Thüren, Fenster, Stäbe u. s. f. Aus den Exportlisten ergiebt sich,
dass im Jahr 1871 ca. 3,000 Centr. an verarbeiteter Holzwaare, zu einem Werth von
7,000 Spec. ausgeführt wurden.
Von anderen hierher gehörigen industriellen Anlagen verdienen Erwähnung;
6 Korkfabriken mit 82 Arbeitern und 1 Holzstiftfabrik (zum Behuf der Schuhmacherei),
u. s. f.
125.
126.
Ute Koni gl. Domaine Ladegaardsöen pr. Christiania.
Director: Oberintendant Kammerherr Chr. Holst.
Patentirter norwegischer Buffetstuhl, vom Tischler C Han
sen Finstad in Urskoug verarbeitet.
Fürst, Valentin, Fabrikant u. Holzexporteur, Christiania.
Ein Haus von Fachwerk mit Schindel-wänden u. Schindeldach,
patentirt von H. Fabritius, Enebak (wird als Fischerei-
Ausstellungs-Gebäude benützt).
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