berg, E. Bodom, Askevold, alles Landschaftsmaler von
grosser Begabung. Neben diesen wirkte Fr. Böe als bekann
ter Stillebenmaler, während Benneter ein Schüler Gudins,
die Marinemalerei betrieb. Etwas später fällt das Auftreten
der Landschaftsmaler S. Jakobsen, E. Mordt, M. Bagge,
Niels Möller, Johan Nielssen, Wexels en nnd B oll und
der Figurenmaler Lorck, Brun und K. Bergslien, wie
auch des Architekturmalers Lerche und des Historienmalers
Arbo, welcher letztere sich grosses Verdienst durch seine
Arbeiten aus der nordischen Sagengeschichte eingelegt hat.
Das Porträtfach vertraten die Damen Schreiber und Han-
steen und der vorgenannte K. Bergslien.
An diesen Kreis anerkannter Künstler hat sich in neuester
Zeit eine zahlreiche Schaar jüngerer Maler angeschlossen,
die theilweis auch durch ihren Wohnsitz dem Vaterlande ange
hören. Unter diesen haben sich besonders hervorgethan: der
Genremaler Carl Hansen (geb. 1840), ein Schüler Vautiers,
welcher das Bauernleben von seiner humoristischen Seite zu
schildern weiss, aber auch mit Glück das historische Genre
vertritt, und der Landschaftsmaler G. Munt he, dessen Win
terbilder zu den interessantesten Arbeiten der späteren gros
sen Ausstellungen gehört haben.
Die zunehmende Regsamkeit auf dem Gebiete der Kunst
hat sich durch die fteissige Theilnahme an den grossen inter
nationalen Ausstellungen beurkundet, wobei die norwegischen
Arbeiten, trotz mancher Ungunst der Verhältnisse, sich eine
erfreuliche Anerkennung erworben haben. In den meisten
grösseren norwegischen Städten sind ausserdem Kunstvereine
mit permanenten Ausstellungen und nicht unbeträchtlichen
jährlichen Verloosungen gegründet worden; ferner besteht
seit 1862 eine vom Staate unterstützte Malerschule in Christi-
ania, der gegenwärtig Morten Müller und K. Bergslien
vorstehen, und endlich ist noch in neuester Zeit ein nicht
55