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Full text: Norwegischer Special-Katalog der Weltausstellung 1873 in Wien

berg, E. Bodom, Askevold, alles Landschaftsmaler von 
grosser Begabung. Neben diesen wirkte Fr. Böe als bekann 
ter Stillebenmaler, während Benneter ein Schüler Gudins, 
die Marinemalerei betrieb. Etwas später fällt das Auftreten 
der Landschaftsmaler S. Jakobsen, E. Mordt, M. Bagge, 
Niels Möller, Johan Nielssen, Wexels en nnd B oll und 
der Figurenmaler Lorck, Brun und K. Bergslien, wie 
auch des Architekturmalers Lerche und des Historienmalers 
Arbo, welcher letztere sich grosses Verdienst durch seine 
Arbeiten aus der nordischen Sagengeschichte eingelegt hat. 
Das Porträtfach vertraten die Damen Schreiber und Han- 
steen und der vorgenannte K. Bergslien. 
An diesen Kreis anerkannter Künstler hat sich in neuester 
Zeit eine zahlreiche Schaar jüngerer Maler angeschlossen, 
die theilweis auch durch ihren Wohnsitz dem Vaterlande ange 
hören. Unter diesen haben sich besonders hervorgethan: der 
Genremaler Carl Hansen (geb. 1840), ein Schüler Vautiers, 
welcher das Bauernleben von seiner humoristischen Seite zu 
schildern weiss, aber auch mit Glück das historische Genre 
vertritt, und der Landschaftsmaler G. Munt he, dessen Win 
terbilder zu den interessantesten Arbeiten der späteren gros 
sen Ausstellungen gehört haben. 
Die zunehmende Regsamkeit auf dem Gebiete der Kunst 
hat sich durch die fteissige Theilnahme an den grossen inter 
nationalen Ausstellungen beurkundet, wobei die norwegischen 
Arbeiten, trotz mancher Ungunst der Verhältnisse, sich eine 
erfreuliche Anerkennung erworben haben. In den meisten 
grösseren norwegischen Städten sind ausserdem Kunstvereine 
mit permanenten Ausstellungen und nicht unbeträchtlichen 
jährlichen Verloosungen gegründet worden; ferner besteht 
seit 1862 eine vom Staate unterstützte Malerschule in Christi- 
ania, der gegenwärtig Morten Müller und K. Bergslien 
vorstehen, und endlich ist noch in neuester Zeit ein nicht 
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