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Full text: Norwegischer Special-Katalog der Weltausstellung 1873 in Wien

unwillkürlich zur Marinemalerei geführt, welche er von 1849 
an unter Anleitung Louis Meyer's im Haag und Th. Gudin's in 
Paris studirte. Später hat er sich meistens in Frankreich auf 
gehalten, wo er bei verschiedenen Ausstellungen Preise erhielt. 
Seine sehr zahlreichen Bilder liefern grösstentheils Darstellun 
gen des offnen Meeres mit segelnden Schiffen, Episoden aus 
Seeschlachten oder Hafenpartien, öfters nach holländischen 
oder französischen Motiven. Von seinem Könige wurde Ben- 
netter durch die Medaille pro litteris et artibus geehrt. 
Zu seinen bekanntesten Bildern gehören: 
„Seeschlacht an der Küste von Madagaskar“, norweg. Na 
tionalmuseum; „Episode aus einem Orkan in Calcutta.“ 
„Offne See in Mondscheinbeleuchtung“. — „Bettung einer 
Schiffsmannschaft vom sinkenden Wracke 1 ', Stockholmer 
Ausstellung 1866. 
Bodom, Erik, 
wurde 1829 in der Nähe von Christiania geboren, wo sein Vater 
Prediger war. Nach dem er die lateinische Schule in Christi 
ania durchgemacht, begann er 1843 seine künstlerischen Stu 
dien in Düsseldorf unter Professor Gudes Leitung. Seine 
grossen Landschaften mit Motiven aus der nordischen Wald 
natur errangen ihm bald schmeichelhafte Anerkennung. Im 
Jahre 1866 wurde ihm auf der grossen Ausstellung in Stock 
holm die ehrenvolle Erwähnung zutheil. Bodom liebt es be 
sonders abgeschlossene und einsame Partien der norwegischen 
Wald- und Bergnatur darzustellen, und die ihm eigenthüm- 
liche stimmungsreiche Auffassung mit Richtung auf das Düstere 
macht sich in seinen späteren grösseren historischen Land- 
schaftscompositionen stark geltend. Seit längerer Zeit ist Düs 
seldorf der Wohnsitz des Künstlers. 
Von seinen Landschaften nennen wir: „Waldsee“, norweg. 
Nationalmuseum; „Bondhusthal in LLardanger , Bridgewa- 
ter Gallery; „Waldstrom“, Königsberger Gallerie; „Wald 
interieur“, Gallerie in Gent; „Norwegische Hochgebirge“, 
Stadt-Gall. in Bergen; „Bautasteine am Strande“, Stock 
holmer Austeilung 1866; „Oede und leer nach der Pest“, Chri 
stiania Kunstverein. 
Böe, Franls, 
1820 in Bergen geboren. Anfangs musste er sich vom Maler 
handwerk ernähren. Seine Kunststudien begann er auf der Ko- 
penhagener Akademie und genoss darauf in Paris den Unter 
richt Professor Grönlands und des französischen Malers St. 
Jean. In späterer Zeit ist Bergen sein Aufenthaltsort gewesen. 
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